Google startet Testphase für flexible Blockchain-Lösung GCUL im Finanzsektor

"Entwickelt für die Finanzwelt: Entdecken Sie die Möglichkeiten von Googles neuestem Blockchain-Ansatz mit Python-Smart Contracts"


Auf Einen Blick


Die Welt der Technologie und Finanzen bleibt in Bewegung, während Google die Bühne mit seiner neuen Blockchain-Lösung betritt. Mit dem Google Cloud Universal Ledger, auch bekannt als GCUL, richtet sich der Tech-Riese an Finanzinstitute und verspricht eine flexible und benutzerfreundliche Plattform für die Entwicklung und Integration von Blockchain-Technologie.

Ein Innovationsschritt im Finanzsektor

In einem kürzlich veröffentlichten LinkedIn-Post stellte Rich Widmann, der strategische Kopf für Web3 bei Google, die Bedeutung von GCUL heraus. Das Ziel ist es, ein neutrales, leistungsfähiges System zu bieten, das sich von konkurrierenden Blockchains abgrenzt. Dies ist besonders relevant in einem überfüllten Markt, in dem viele Unternehmen ihre eigenen Lösungen bevorzugen.

Widmann erklärte, dass große Akteure wie Tether und Adyen oft gezwungen sind, sich von bestimmten Blockchains fernzuhalten. GCUL hingegen öffnet für alle Finanzinstitute Türen und ermöglicht ihnen, ihre eigenen Lösungen zu entwickeln.

Technologische Details und praktische Anwendung

Bisher sind technische Einzelheiten über GCUL eher spärlich. Die neue Blockchain wird zunächst in einer geschlossenen Testphase erprobt, sodass die breite Öffentlichkeit keinen frühen Zugriff hat. Wichtige Rahmenbedingungen wurden jedoch bereits vorgestellt. So wird erwartet, dass Finanzinstitute dann über eine einzige API verbunden werden können und feste monatliche Gebühren zahlen, statt schwankenden Kosten für Transaktionen.

Diese Neuerung könnte nicht nur die Kosten für Unternehmen senken, sondern auch die Zugänglichkeit erhöhen. Die Verwendung von Python für die intelligente Vertragsentwicklung könnte die Einstiegshürde für viele Unternehmen erheblich senken, da Python eine weit verbreitete Programmiersprache ist, die viele Entwickler bereits beherrschen.

Zukünftige Partnerschaften und Entwicklungen

Google hat bereits eine Partnerschaft mit CME Group angekündigt, die im März dieses Jahres bekannt gegeben wurde. Diese Zusammenarbeit zielt darauf ab, GCUL für sichere Großhandelszahlungen und die Tokenisierung von Vermögenswerten zu testen. CME plant, Dienstleistungen auf Basis dieser neuen Blockchain im Jahr 2026 einzuführen.

Ein Blick auf die Konkurrenz

Die Herausforderung, einfache und sichere Smart Contracts zu entwickeln, ist nicht neu. Andere Plattformen wie Ethereum haben bereits mühsame Erfahrungen mit ihrer Programmiersprache Solidity gemacht, die für ihre komplizierte Syntax und hohe Fehlerrate bekannt ist. Trotz der Einführung alternativer Sprachen wie Vyper konnten diese nicht die Dominanz von Solidity durchbrechen. Mit der Einführung von GCUL in der Blockchain-Welt könnte Google jedoch einen entscheidenden Schritt hin zu benutzerfreundlicheren Lösungen machen.

Insgesamt zeigt die Entwicklung von GCUL, dass die Blockchain-Technologie für Finanzinstitute zugänglicher wird und könnte kurz- bis mittelfristig tiefgreifende Auswirkungen auf den Finanzsektor haben. Die Möglichkeit, eine Standardlösung zu nutzen, könnte den Wettbewerb in der Branche verändern und Innovationen vorantreiben. Der Frühjahrsstart von Projekten wie dem von der CME Group wird die Entwicklungen im kommenden Jahr spannend machen.

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