Regulierte Chancen: Bitpanda und Crypto Finance starten in die EU-Krypto-Zukunft

Neue Perspektiven für den kryptografischen Markt: Wie die Lizenzierung das Wachstum und die Wettbewerbsfähigkeit der Anbieter in der EU fördern könnte

Die jüngste Entscheidung der deutschen Bankenaufsicht Bafin, der Deutsche-Börse-Tochter Crypto Finance und der Krypto-Plattform Bitpanda eine Lizenz für Geschäfte mit digitalen Währungen zu erteilen, hat weitreichende Auswirkungen auf den europäischen Kryptomarkt. Diese sogenannte MiCAR-Lizenz (Markets in Crypto-Assets Regulation) erlaubt es den beiden Unternehmen, Dienstleistungen im Bereich der Kryptowährungen innerhalb der gesamten Europäischen Union anzubieten.

Regulatorische Neuerungen stärken den Markt

Die MiCAR-Lizenz gilt als regulatorische Erlaubnis, die Finanzinstitute und Kryptodienstleister benötigen, um offiziell in der EU tätig sein zu können. Diese Lizenz ist besonders wichtig für Unternehmen, die im schnell wachsenden Bereich der Kryptowährungen operieren. Eric Viohl, der Geschäftsführer von Crypto Finance (Deutschland), betont, dass die Lizenz es seinem Unternehmen ermöglicht, umfassende Dienstleistungen auf hohem regulatorischen Niveau anzubieten. Das spricht für einen Trend der Regulierung, der dem gesamten Sektor mehr Legitimität verleiht.

Verschiedene Zielgruppen ansprechen

Bitpanda, das als führende Krypto-Plattform in Europa gilt, hat sich insbesondere den privaten Verbrauchern verschrieben und beginnt Partnerschaften, wie die mit dem renommierten FC Bayern München, um sein Angebot auszubauen. Die Plattform berichtete von einem signifikanten Wachstum, in den letzten zwölf Monaten stieg die Nutzerzahl von fünf auf sechs Millionen, was die hohe Nachfrage nach einfachen und sicheren Investitionsmöglichkeiten unterstreicht.

Im Gegensatz dazu richtet sich Crypto Finance an institutionelle Kunden, darunter namhafte Banken wie die Commerzbank. Diese Verschiebung in den Marktsegmenten zeigt, wie unterschiedlich die Ansätze der beiden Unternehmen sind und verweist auf die Diversifikation innerhalb des europäischen Kryptomarkts.

Bedeutung für die europäische Wirtschaftslandschaft

Mit der Erteilung der MiCAR-Lizenz öffnet sich eine große Chance für beide Unternehmen, Synergien innerhalb der EU zu schaffen und ihre Dienstleistungen auszubauen. Eric Demuth, CEO von Bitpanda, sieht in der Lizenz einen Weg, um über 450 Millionen Menschen den Zugang zu Investitionen in Kryptowährungen zu erleichtern und damit ein enormes Wachstumspotenzial zu erschließen. Diese Entwicklung könnte den europäischen Binnenmarkt signifikant verändern und die Akzeptanz von Kryptowährungen weiter fördern.

Die Einführung der MiCAR-Lizenz gibt dem Sektor nicht nur mehr Sicherheit, sondern kann auch dazu beitragen, die Marktbedingungen für Innovationen zu verbessern. Die erste Lizenz wurde Ende 2024 an den niederländischen Dienstleister ZBD vergeben, gefolgt von der Börse Stuttgart. Der Trend geht also dahin, dass sich mehr Unternehmen auf die Regulierung einstellen, um ihre Angebote zu erweitern und potenzielle neue Märkte zu erschließen.

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