Krypto-Investoren setzen auf Infrastruktur statt DeFi: 242-Anleger-Umfrage

Krypto Infrastruktur rückt laut einem neuen CfC-St.-Moritz-Survey klar vor DeFi in den Fokus institutioneller Anleger und setzt damit ein starkes Signal für die nächste Phase des Marktausbaus.

Kurz erklärt

Was ist passiert?

Eine Befragung von 242 Entscheidungsträgern auf der Konferenz CfC St. Moritz zeigt, dass 85% Infrastruktur als wichtigste Kapitalallokation einstufen und damit die Krypto Infrastruktur deutlich vor DeFi positionieren. Gleichzeitig sehen die Teilnehmer Liquiditätsengpässe und geringe Markttiefe als zentrale Hürden für institutionelle Adoption.

Obwohl rund 84% der Befragten das makroökonomische Umfeld als besser als neutral für Krypto bewerten, gilt die bestehende Krypto Infrastruktur noch als unzureichend für großvolumige institutionelle Strategien. Das verschiebt den Fokus von spekulativen DeFi-Narrativen hin zu robusten Marktstrukturen wie Custody, Clearing, Stablecoin- und Tokenisierungs-Backends.

Die nächste Wachstumsphase entsteht dort, wo solide Krypto Infrastruktur Liquidität, Regulierung und institutionelles Kapital effizient zusammenführt.

Warum das wichtig ist

Die Befragten erwarten zwar weiter beschleunigte Innovation, aber mit weniger Hype und mehr Ausführung, was die Krypto Infrastruktur als Kernnarrativ für professionelle Anleger verankert. Statt neuer Consumer-Apps stehen Settlement-Kapazitäten, Markt-Tiefenaufbau und stabile Handels- und Verwahrstrukturen im Vordergrund.

Mit der deutlich positiveren Wahrnehmung des US-Regulierungsumfelds – die USA rangieren direkt hinter den VAE – verschiebt sich der Wettbewerb um Standorte mit klaren Regeln zugunsten jener Jurisdiktionen, die Krypto Infrastruktur aktiv fördern. Kühlere IPO-Erwartungen nach einem Rekordjahr 2025 lenken zusätzlich Kapital von Börsengängen hin zu Basisprojekten, welche die Marktliquidität verbessern und damit die Grundlage für nachhaltiges Wachstum der Krypto Infrastruktur legen.

Kapital bleibt im Markt, wird aber selektiver und sucht zunehmend nach Infrastrukturprojekten, die echte Markttiefe und Settlement-Sicherheit für große Adressen liefern.

🇩🇪 Der Blick auf den DACH-Raum

Für Anleger in Deutschland, Österreich und der Schweiz ist der Trend zur Krypto Infrastruktur ein klarer Hinweis, dass sich Chancen vor allem in regulierten Custody-, Brokerage- und Tokenisierungsangeboten bündeln. Mit MiCA, strengem Aufsichtsrahmen und banknahen Krypto-Dienstleistern könnte der DACH-Raum profitieren, wenn er Liquidität und Marktstruktur gezielt stärkt.

Lokale Broker und Banken, die ihre Krypto Infrastruktur – etwa in Bereichen wie Stablecoin-Settlement und institutionelle Verwahrung – ausbauen, könnten so zur ersten Anlaufstelle für Kapital aus Family Offices und professionellen Anlegern werden.

Ausblick: Was jetzt wichtig wird

In den nächsten 90 Tagen sollten Retail-Investoren besonders beobachten, wohin neu eingesammeltes Kapital aus Fonds und Venture-Runden fließt – in reine DeFi-Experimente oder in solide Krypto Infrastruktur wie Custody, Clearing und Stablecoin-Rails. Ebenso entscheidend werden weitere regulatorische Klarstellungen in Kernjurisdiktionen wie den USA und der EU sein, da sie signalisieren, welche Regionen zur Drehscheibe für institutionelles Volumen und nachhaltige Marktliquidität werden.

Key Takeaways

  • Infrastruktur ist laut CfC-St.-Moritz-Survey mit 85% Zustimmung klar das Hauptziel institutioneller Funding-Strategien und rückt die Krypto Infrastruktur vor DeFi in den Vordergrund.
  • Liquidität, Markttiefe und Settlement-Kapazität gelten als größte Hürden für institutionelle Adoption – genau dort setzt Krypto Infrastruktur als Investment-Narrativ an.
  • Verbessertes US-Regulierungs-Sentiment und abgekühlte IPO-Erwartungen verschieben Kapital von Börsengängen hin zu Kerninfrastruktur und Marktstrukturprojekten.
  • Für den DACH-Raum entstehen Chancen vor allem in regulierten Custody-, Brokerage- und Tokenisierungsangeboten, die starke Krypto Infrastruktur und institutionelle Anforderungen kombinieren.
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