In der Schweiz herrscht keine Begeisterung für den Verzicht auf Bargeld, selbst im innovationsfreudigen Crypto Valley, wo alternative Währungen boomend im Fokus stehen. Die Bargeldinitiative zeigt, dass Münzen und Noten tief in der Bevölkerung verankert sind.
Ralph Goldinger
23.02.2026, 05.30 Uhr
Die Bedeutung von Bargeld in der Gesellschaft
Laut der nationalen Bank ist der Stellenwert von Bargeld nach wie vor hoch. Trotz eines Anstiegs schutzwürdiger neuer Zahlungsmethoden halten 95 Prozent der Schweizerinnen und Schweizer an Bargeld fest. Diese Leidenschaft zeigt sich besonders in der Bargeldinitiative, unterstützt von zahlreichen Personen aus verschiedenen gesellschaftlichen Schichten.
Die Stimmen aus der Community
Philip C. Brunner, Präsident der Zuger SVP, erläutert die Bedeutung des Bargelds aus seiner persönlichen Erfahrung. Brunner, der seit 15 Jahren im Politischen tätig ist und eine lange Karriere als Hotelier vorzuweisen hat, sieht Bargeld als Sicherheit, die nicht in Vergessenheit geraten sollte. Er spricht von seiner Generation, die noch Traditionen wie die Auszahlung des Lohns in bar kennt.
Bargeld im Schatten der digitalen Welt
Selbst in der aufgeschlossenen Umgebung des Crypto Valley gibt es Stimmen, die den Wert von Bargeld schätzen. Jill Nussbaumer, eine digitale Unternehmerin, spricht von den Unsicherheiten, die technische Zahlungssysteme mit sich bringen können. Sie plädiert dafür, dass die jüngeren Generationen nach wie vor von der Existenz von Bargeld profitieren, selbst wenn sie selbst nicht oft damit zahlen.
Ein zeitloses Zahlungsmittel
Die Frage, ob Bargeld auch in Zukunft relevant bleibt, wird häufig diskutiert. Auch in einer Gesellschaft, die von raschen digitalen Lösungen geprägt ist, gibt es starke Argumente, die für die Beibehaltung von Bargeld sprechen. Die bargeldlose Gesellschaft ist zwar ein Trend, jedoch können die vielen Unterstützer der Bargeldinitiative nicht ignoriert werden.
