In der sich ständig verändernden Landschaft der Kryptowährungen warnt Jason Calacanis, ein bekannter Angel-Investor, die Anleger davor, sich auf Unternehmen wie MicroStrategy zu verlassen. Stattdessen empfiehlt er den direkten Kauf von Bitcoin. Diese Warnung ist besonders relevant, da MicroStrategy, das sich zum führenden börsennotierten Bitcoin-Investor entwickelt hat, zunehmend in der Kritik steht.
Die Bedeutung des direkten Bitcoin-Kaufs
Calacanis argumentiert, dass der direkte Kauf von Bitcoin den Anlegern mehr Kontrolle über ihre Investitionen gibt. Dies bedeutet, dass sie weniger anfällig für die Schwankungen sind, die unweigerlich mit den Strategien von Unternehmen verbunden sind. Wenn Anleger direkt in Bitcoin investieren, umgehen sie das Risiko, das mit den Entscheidungen des Unternehmens und dessen Aktienkurs verbunden ist.
MicroStrategy und die Herausforderungen der Marktwahrnehmung
Die aggressive Bitcoin-Kaufstrategie von MicroStrategy, die seit 2020 in Milliardenhöhe durchgeführt wird, hat das Unternehmen zwar ins Rampenlicht gerückt, führt jedoch auch zu Zweifeln. Calacanis befürchtet, dass diese Konzentration auf Kryptowährungen die Wahrnehmung von Bitcoin im Markt negativ beeinflusst. Er betont, dass die Abhängigkeit von Bitcoin-Kursen die Volatilität und damit Risiken erhöht, die das eigentliche Softwaregeschäft des Unternehmens in den Hintergrund drängen.
Die Risiken von Unternehmensinvestitionen in Krypto
Calacanis, der bereits als frühzeitiger Unterstützer von Unternehmen wie Uber bekannt wurde, hat seine Bedenken bezüglich der Strategie von MicroStrategy klar geäußert. Er glaubt, dass die Aktien des Unternehmens nicht angemessen bewertet werden, wenn man den Nettoinventarwert betrachtet, aufgrund der starken Abhängigkeit von den Kursbewegungen von Bitcoin. Dieses Geschäftsmodell befindet sich somit in einer gefährlichen Position, die die Anleger in eine unsichere Lage bringt.
Kryptowährungen und das Ethos der Dezentralisierung
Ein weiterer wichtiger Punkt, den Calacanis anspricht, ist die Gefahr, dass eine hohe Konzentration von Bitcoin in einem einzelnen börsennotierten Unternehmen das zentrale Ethos von Kryptowährungen gefährden könnte – die Dezentralisierung. Er warnt, dass, wenn Bitcoin als zentralisierte Vermögensklasse wahrgenommen wird, die ursprünglichen Vorteile, die die Kryptowährung bietet, in den Hintergrund geraten könnten.
In Anbetracht dieser Faktoren ist es für Investoren entscheidend, sich der Risiken bewusst zu sein, die mit dem Kauf von Aktien eines Unternehmens wie MicroStrategy verbunden sind, das stark auf Bitcoin setzt. Calacanis ruft die Anleger dazu auf, die Kontrolle über ihre Investitionen zurückzugewinnen, indem sie direkt in Bitcoin investieren und so die anfallenden Risiken vermindern.
Die Diskussion um den besten Umgang mit Kryptowährungen bleibt aktuell. Anleger sollten sich also fragen, ob sie eher in direkte Vermögenswerte oder in Unternehmensaktien investieren wollen, um die Risiken besser steuern zu können.
