Ein massiver Krypto-Diebstahl, der die Sicherheitspraktiken in der Kryptowährungsbranche in Frage stellt, wurde von Arkham Intelligence aufgezeigt. Dabei handelt es sich um 127.426 Bitcoin, die aus dem chinesischen Mining-Pool LuBian gestohlen wurden. Dieses Ereignis fand Ende 2020 statt und könnte als der größte unentdeckte Krypto-Diebstahl in die Geschichte eingehen.
Die Relevanz des Diebstahls für die Krypto-Sicherheit
Die Enthüllung von Arkham über diesen Diebstahl legt die fragilen Aspekte der Sicherheit von Mining-Pools offen. Die Tatsache, dass ein solcher Angriff auf einen der größeren Pools stattfinden konnte, beweist, dass es schwerwiegende Sicherheitslücken gibt, die dringend behoben werden müssen. Insbesondere zeigt der Vorfall, dass die Generierung privater Schlüssel — das Kernstück jeder Kryptowelt — fehlbar ist und viele Pools eine unzureichende Sicherheit bieten.
Wer war betroffen?
LuBian, der Mining-Pool, der im April 2020 gegründet wurde, hatte sich schnell zu einem der sechs größten Pools weltweit entwickelt. Die Website prahlte mit dem Titel „der sicherste ertragsstarke Mining-Pool der Welt“. Derzeit ist diese Behauptung durch den Diebstahl nicht mehr haltbar, da der Pool Anfang 2021 ohne Erklärung verschwand und in den darauf folgenden Jahren zum Zentrum von Spekulationen wurde.
Wie der Hack stattfand
Laut Arkham wurde eine Schwachstelle im Algorithmus zur Generierung privater Schlüssel ausgenutzt. Der Diebstahl fand am 28. Dezember 2020 statt, wobei die Hacker über 90 % der Bitcoin-Bestände an sich brachten. Obwohl es im Internet viele Theorien über das plötzliche Verschwinden von LuBian gab, zeigt die Analyse von Arkham, dass es sich um einen massiven Einbruch handelte, der nicht nur einmal, sondern nachhaltig stattfand.
Folgen für die Community und LuBian
Nach dem Diebstahl versuchte LuBian, den Hacker zur Rückgabe der gestohlenen Bitcoins zu bewegen, indem sie über das Bitcoin-Netzwerk Nachrichten sendeten. Diese „Erpresserbriefe“ sprechen von einem möglichen Whitehat-Hacker und einer Belohnung für die Rückgabe der Coins, doch bislang gab es keine Antwort seitens des Angreifers. Die Bedeutung dieser gescheiterten Rückholaktion zeigt, wie schwer es ist, gestohlene Kryptowährungen zurückzugewinnen.
Wird man die Bitcoins jemals zurückbekommen?
Die Wahrscheinlichkeit, dass die gestohlenen Bitcoins zurückkehren, wird als äußerst gering eingeschätzt. Da die Bitcoin seit Juli 2024 nicht mehr bewegt wurden, bleibt abzuwarten, ob der Hacker irgendwann aktiv wird. Aufgrund der Masse der Coins wäre jede Bewegung sofort erkennbar und würde die Aufmerksamkeit von Blockchain-Analysetools auf sich ziehen.
Ausblick
Der neue Bericht von Arkham stärkt das Bewusstsein für die Sicherheitsprobleme in der Krypto-Community und hebt die Notwendigkeit hervor, diese Sicherheitslücken zu schließen. Die Moral der Geschichte ist klar: Sicherheitsmaßnahmen müssen an der Wurzel ansetzen. Ein kleiner Fehler im Code kann enorme finanzielle Schäden verursachen, wie dieser Fall eindrucksvoll zeigt.
