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Der Streit um die Genomdatenbank untergräbt den Kampf gegen den nächsten Krankheitserreger

Genom-Repository-Konflikt gefährdet Pandemie-Abkommen

Ein Streit über die Entwicklung eines Genom-Repositorys droht ein Pandemie-Abkommen zunichtezumachen, was den Kampf um den Aufbau eines universellen Überwachungssystems unterstreicht, nachdem der Ausbruch des Coronavirus große Ungleichheiten beim Zugang zu lebenswichtigen Daten offengelegt hat.

Hintergrund der Verhandlungen

Die Mitgliedstaaten der Weltgesundheitsorganisation haben mit der letzten Verhandlungsrunde über das Abkommen begonnen, jedoch wird gewarnt, dass die Frist für seine Annahme im Mai verpasst werden könnte. Der Hauptpunkt der Meinungsverschiedenheiten zwischen ärmeren und reicheren Ländern dreht sich um das Pathogen Access and Benefit-Sharing System (Pabs).

Bedeutung eines globalen Datenaustauschs

Ein globales System zum Austausch genomischer und anderer Daten gilt als entscheidend für die Überwachung aktueller und neu auftretender Krankheitserreger sowie die Entwicklung von Medikamenten und Impfstoffen zur Bekämpfung solcher Erreger. Die Diskussion um dieses System wurde durch die mangelnde Datenweitergabe Chinas während der Coronavirus-Pandemie angeheizt.

Schlüsselrolle des Pathogen Access and Benefit-Sharing System (Pabs)

Pabs zielt darauf ab, den Zugang zu Pandemiedaten der Mitgliedstaaten mit Informationen zu kombinieren, die die Forschung und Entwicklung unterstützen, und sie mit einem gleichberechtigten Zugang zu Medikamenten und Impfstoffen zu verknüpfen. Diese gegenseitige Solidarität wird als notwendig erachtet, um Ungleichheiten beim Zugang zu Impfstoffen und Medikamenten zu beseitigen.

Schwierigkeiten und Standpunkte

Die Diskussionen über Pabs verlaufen in unterschiedliche Richtungen, da ärmere Länder eine Platzierung innerhalb der WHO bevorzugen, während reichere Länder breitere Solidaritätsprinzipien anstreben. Die Uneinigkeit über Finanzierung, geistiges Eigentum und Technologieaustausch erschwert die Einigung.

Kritik an bestehenden Systemen

Die meisten öffentlich zugänglichen Genomsequenzen des Coronavirus weltweit werden momentan über Gisaid geteilt. Bedenken über die Führung und Transparenz in Gisaid haben Diskussionen über alternative Plattformen angeregt.

Ausblick und Handlungsoptionen

Mit knapper werdender Zeit ist es entscheidend, einen Konsens zu erreichen und das Pandemie-Abkommen aufrechtzuerhalten. Möglicherweise sind eine Verlängerung der Verhandlungsfrist oder eine Überarbeitung des Vertragsentwurfs erforderlich, um eine Lösung zu finden und einen effektiven globalen Datenaustausch sicherzustellen.

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