Energieverbrauch des Bitcoin-Minings in Deutschland aufgedeckt

Die verborgen Kosten des Bitcoin-Minings: Warum Deutschlands Energiewende vor einer neuen Herausforderung steht

Das Bitcoin-Mining hat sich zu einem wichtigen Thema in Deutschland entwickelt, besonders im Hinblick auf die damit verbundenen hohen Energiekosten. Diese machen die Praxis zunehmend unrentabel und werfen Fragen zur wirtschaftlichen Zukunft dieser Form des Krypto-Mining auf.

Wirtschaftliche Belastung durch hohe Strompreise

In Deutschland liegt der gewerbliche Strompreis bei 0,1877 Euro pro Kilowattstunde (kWh). Diese Kosten führen dazu, dass tägliche Energiekosten für Miner über 2,4 Millionen Euro betragen. Pro geschürftem Bitcoin entstehen damit Kosten von etwa 173.525 Euro, was weit über dem Marktwert der Kryptowährung Ende 2025 liegt. Im Vergleich dazu liegt der durchschnittliche Strompreis in den USA bei 0,141 US-Dollar, was die Kosten dort auf etwa 130.000 US-Dollar pro Bitcoin beläuft.

Energieverbrauch im nationalen Kontext

Der jährliche Stromverbrauch durch das Bitcoin-Mining in Deutschland beträgt etwa 4.673 Terawattstunden (TWh), was ungefähr dem jährlichen Energiebedarf von 1,38 Millionen Haushalten entspricht. Dies macht rund 1 Prozent des nationalen Stromverbrauchs aus. Im internationalen Vergleich steht Deutschland auf Platz sechs der Bitcoin-Mining-Nationen, mit einem Anteil von etwa 3,06 Prozent an der weltweiten Produktion.

Globale Dynamiken im Bitcoin-Mining

Auf globaler Ebene führen die USA mit einem Anteil von 38 Prozent am Mining, gefolgt von China mit 21,2 Prozent und Kasachstan mit 13,2 Prozent. Das gesamte Bitcoin-Netzwerk benötigt jährlich 152 TWh Strom, also mehr als einige ganze Länder, beispielsweise Schweden oder die Niederlande.

Nachhaltigkeit und neue Trends

Die Frage der Nachhaltigkeit ist in diesem Zusammenhang von zentraler Bedeutung: Die Energie, die für das Bitcoin-Mining benötigt wird, könnte alle Elektrofahrzeuge in Deutschland mit Energie versorgen und könnte jedes Fahrzeug etwa 30-mal vollständig aufladen. Aus diesem Grund suchen viele Miner nach effizienten Alternativen, wie Energie durch KI-Berechnungen oder High-Performance-Computing zu generieren, um ihre Infrastruktur rentabel zu halten.

Schlussfolgerung und Ausblick

Die Zukunft des Bitcoin-Mining in Deutschland steht auf der Kippe. Hohe Kosten und veraltete Hardware setzen vor allem kleine Miner unter Druck, während größere Betreiber von günstigen Stromquellen profitieren. Experten prognostizieren, dass die Branche eine Konsolidierung erleben könnte. In Anbetracht des wachsenden Energiehungs des Bitcoin-Netzwerks bleibt abzuwarten, wie sich die Landschaft des Krypto-Mining in Zukunft entwickeln wird.

Die mobile Version verlassen