Buterin : Kritik an zentralisierten USDC-Strategien verringert DeFi-Risiken

Buterin fordert eine grundlegende Neubewertung: Wie risikofreie Erträge die wahre DeFi-Vision untergraben könnten.

Auf Einen Blick

Kritik an ertraggetriebenen Modellen

Vitalik Buterin, Mitbegründer von Ethereum, hat sich deutlich gegen ertraggetriebene Stablecoin-Strategien positioniert, die seiner Meinung nach das Risiko nicht ausreichend transformieren. In einer Diskussion auf X äußerte Buterin, dass der Wert von DeFi darin besteht, wie Risiken verteilt und verwaltet werden, anstatt einfach Renditen auf zentralisierte Vermögenswerte zu generieren. Seiner Meinung nach werden Produkte, die stark auf USDC basieren, hauptsächlich von zentralen Emittenten abhängig und bieten wenig Reduktion von Emittenten- oder Gegenparteirisiko.

Alternative Stablecoin-Modelle

Buterin umreißt zwei Ansätze, die er für besser geeignet hält: einen algorithmischen Stablecoin, der mit Ethereum gesichert ist, und einen algorithmischen Stablecoin, der durch reale Vermögenswerte (RWAs) überbesichert ist. Bei einem Ethereum-basierten Stablecoin könnte die Liquidität größtenteils von Nutzern stammen, die den Token durch Kreditaufnahme gegen Krypto-Sicherheiten prägen. Ein entscheidendes Merkmal ist, dass das Risiko auf die Märkte und nicht auf einen einzelnen Emittenten ausgelagert werden kann. Buterin betont, dass RWAs ebenfalls die Risikolage verbessern können, wenn sie konservativ strukturiert sind, um den Wert zu sichern.

USDC im DeFi-Kreditmarkt

Buterins Anmerkungen kommen zu einem Zeitpunkt, an dem die Kreditmärkte auf Ethereum stark von USDC geprägt sind. Laut Daten aus Protokolldashboards sind über 4,1 Milliarden USD in USDC im Haupt-Ethereum-Dienst von Aave bereitgestellt, bei einer Gesamtmarkengröße von etwa 36,4 Milliarden USD. Ähnliche Verhältnisse sind auch bei Morpho zu beobachten, wo drei der fünf größten Märkte in USDC denominiert sind. USDC bleibt eines der am häufigsten genutzten Vermögenswerte auf Compound, mit etwa 382 Millionen USD, die Rendite erwirtschaften.

Buterins Aufruf zu dezentralen Stablecoins

Buterins Kritik lehnt Stablecoins nicht grundsätzlich ab; vielmehr stellt er die Frage, ob die gegenwärtigen Kreditmodelle die versprochene Dezentralisierung des Risikos liefern. Seine früheren Aussagen zur Stabilität von Stablecoins bauen darauf auf. Er argumentierte, dass Ethereum robustere dezentrale Stablecoins benötigt, um langfristige makroökonomische Risiken zu überstehen. Diese sollten gegen Währungsinstabilität und staatliche Ausfälle gewappnet sein, während sie gleichzeitig Manipulationen durch Orakel und Protokollfehler standhalten können.

Insgesamt beleuchtet Buterins Standpunkt die Notwendigkeit für Innovationen im Bereich der Stablecoins, um die Grundsätze der Dezentralisierung und Risikoverteilung im DeFi-Sektor zu wahren.

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