Das aktuelle ETH Upgrade zur Anhebung des Blob-Limits auf 21 stärkt Layer-2-Skalierung, stabilisiert Gebühren und könnte mittelfristig den Ethereum Kurs und die DeFi-Nutzung stützen.
Auf Einen Blick
- Was: Zweites Blob Parameter-Only (BPO) Hard Fork hebt Blob-Limit von 15 auf 21 an
- Wer: Ethereum Core-Entwickler, Layer-2-Rollups und Mainnet-Nutzer
- Datenpunkt: Jede Blob-Einheit umfasst 128 KB – pro Block sind nun bis zu 2.688 KB möglich
- Warum wichtig: Günstigere L2-Transaktionen, stabilere Mainnet-Gebühren und stärkerer Rückenwind für ETH Upgrade-Roadmap
Was ist passiert? Das neue ETH Upgrade im Überblick
Ethereum hat am Mittwoch um 1:01:11 UTC das zweite Blob Parameter-Only Hard Fork aktiviert und damit das Netzwerk weiter in Richtung massiver Skalierung geschoben. Das ETH Upgrade erhöht das Blob-Limit von 15 auf 21 und den Blob-Target-Wert von 10 auf 14.
Blobs sind 128-KB-Dateneinheiten, die speziell für Rollups wie Optimistic- und ZK-Layer-2s reserviert sind; mit 21 Blobs pro Block kann Ethereum nun bis zu 2.688 KB an L2-Daten in einem einzelnen Block aufnehmen. Dieses ETH Upgrade erlaubt es Rollups, deutlich mehr Transaktionen zu bündeln und ihre Gebühren für Nutzer weiter zu senken.
Wichtig ist der höhere Blob-Target-Wert: Er steuert, wie viele Blobs im Mittel pro Block genutzt werden sollen, ohne Node-Bandbreite und Storage zu überlasten. Entwicklern gilt der Target als kritische Stellschraube, um das Gleichgewicht zwischen aggressiver Skalierung und dezentraler Verifizierbarkeit zu halten.
Seit dem ersten BPO-Hard-Fork am 9. Dezember 2025 sind die Ethereum-Transaktionsgebühren laut YCharts-Daten deutlich stabiler geworden, was sich positiv auf Netzwerknutzung und damit indirekt auf den Ethereum Kurs auswirken kann. Das jetzt erfolgte ETH Upgrade verstärkt diesen Trend, indem es dem System zusätzlichen Datenraum speziell für L2-Verkehr bereitstellt.
Parallel bereiten Entwickler bereits weitere Änderungen vor: Im All Core Developers Call vom 15. Dezember wurde die mögliche Anhebung des Gas-Limits von 60 Millionen auf 80 Millionen diskutiert, sobald das zweite BPO-Hard-Fork live ist – ein weiterer Hebel, um Transaktionskapazität und Smart-Contract-Ausführung direkt auf L1 zu erhöhen.
Mit der Kombination aus höheren Blob-Limits und künftigen Gas-Limit-Anpassungen zielt Ethereum klar darauf ab, sich als skalierbare Basisschicht für DeFi und institutionelle Onchain-Finanzströme zu positionieren und damit den Ethereum Kurs strukturell zu unterstützen.
Was bedeutet das für Ethereum? Markt- und Kurswirkung
Für aktive Anleger ist das Signal klar: Mehr Datenkapazität für Rollups sorgt für niedrigere Transaktionskosten auf Layer 2 und entlastet gleichzeitig das Mainnet, was den Ethereum Kurs über höhere Nutzungsintensität und Protokollgebühren langfristig stützen kann. Stabile und sinkende Gebühren verringern die Eintrittsbarrieren für DeFi-Anwendungen, NFT-Marktplätze und Onchain-Derivate.
Da Rollups ihre Transaktionen nun effizienter bündeln können, steigt der Durchsatz, ohne dass L1-Gaspreise explodieren müssen – ein wesentlicher Vorteil gegenüber konkurrierenden Netzwerken wie Solana, die zwar hohe Rohleistung bieten, aber nicht dieselbe Rollup-zentrierte Sicherheits- und Dezentralisierungsstruktur wie Ethereum. Das ETH Upgrade zementiert damit die Rolle von Ethereum als Settlement-Layer, während L2s für User-Facing-Transaktionen zuständig sind.
Gleichzeitig profitieren institutionelle Akteure, die auf kalkulierbare Transaktionskosten und stabile Infrastruktur angewiesen sind. Für Staking-orientierte Strategien bedeutet steigende Nutzung bei effizienterem Datenhandling potenziell höhere Fee-Einnahmen für Validatoren – ein fundamental positiver Faktor, der mittel- bis langfristig auch in den Ethereum Kurs eingepreist werden kann.
Mit Blick auf das Jahr 2026 könnte die Blob-Erhöhung in Kombination mit den diskutierten Gas-Limit-Anhebungen Ethereum gegenüber Bitcoin als reinen Store-of-Value und gegenüber Solana als Hochleistungs-Smart-Contract-Kette differenzieren: Ethereum bietet die tiefste Liquidität, die ausgereifteste DeFi-Infrastruktur und nun eine aggressiv vorangetriebene Skalierungs-Roadmap via ETH Upgrade.
🎯 Ethereum-Einordnung: Technisches Upgrade und L2-Skalierung
Die Erhöhung des Blob-Limits auf 21 und des Blob-Targets auf 14 zeigt, wie konsequent Ethereum die Trennung von Datenverfügbarkeit und Ausführung über Rollups umsetzt. Für L2-Projekte bedeutet dies mehr Kapazität, um Nutzerströme abzufangen, ohne das Mainnet zu verstopfen. Für Investoren ist entscheidend, dass steigender L2-Durchsatz letztlich in steigende Fee-Volumes und stärkere Netzwerkeffekte auf Ethereum L1 übersetzt werden kann – ein Kernargument für einen robusten Ethereum Kurs im Umfeld zunehmender Onchain-Aktivität.
Ausblick: Ethereum-Entwicklung und Timeline
Der Blick nach vorn zeigt, dass das aktuelle ETH Upgrade nur ein Zwischenschritt in einer deutlich größeren Skalierungsagenda für 2026 ist. Entwickler diskutieren bereits, das Gas-Limit nach dem nun umgesetzten zweiten BPO-Hard-Fork von 60 Millionen auf 80 Millionen anzuheben, um mehr Transaktionen und Smart-Contract-Operationen direkt in jedem Ethereum-Block unterzubringen.
Später im Jahr 2026 rückt das Glamsterdam-Hard-Fork in den Fokus, das die Gas-Limits schrittweise auf bis zu 200 Millionen erhöhen und „perfect parallel processing“ ermöglichen soll. Kernstück ist EIP-7928 mit sogenannten Block Access Lists, die Ethereum von einer Single-Lane-Blockchain in eine Multi-Lane-Architektur verwandeln und so die Transaktionsverarbeitung massiv verbreitern sollen.
Für den Ethereum Kurs bedeutet diese Pipeline an Upgrades, dass sich fundamentale Skalierungsfortschritte mit realen Nutzungseffekten überlappen könnten – insbesondere, wenn DeFi, Gaming und institutionelle Anwendungen die neuen Kapazitäten ausschöpfen. Anleger sollten allerdings auch die Risiken im Blick behalten: Zu starke Ausreizung der Blob-Limits oder Gas-Limits könnte Bandbreite und Storage-Anforderungen für Nodes erhöhen und damit die Dezentralisierung belasten.
Trotz dieser Risiken bleibt der strategische Pfad klar: Ethereum setzt auf L2-zentrierte Skalierung mit wachsenden Blob-Kapazitäten und paralleler Ausführung, um den Spagat zwischen Sicherheit, Dezentralisierung und Massentauglichkeit zu schaffen. Wie gut dies gelingt, wird ein entscheidender Faktor dafür sein, wie der Markt den Ethereum Kurs im Vergleich zu anderen Smart-Contract-Netzwerken über die nächsten Jahre bewertet.
Key Takeaways
- Das zweite BPO-Hard-Fork erhöht das Blob-Limit auf 21 und den Blob-Target auf 14 – mehr Datendurchsatz speziell für L2-Rollups.
- Mit bis zu 2.688 KB Blob-Daten pro Block kann Ethereum deutlich mehr Rollup-Transaktionen aufnehmen und Mainnet-Gebühren stabilisieren.
- Diskussionen über eine Anhebung des Gas-Limits von 60 auf 80 Millionen signalisieren weitere Kapazitätserhöhungen auf L1, was langfristig den Ethereum Kurs stützen kann.
- Das kommende Glamsterdam-Hard-Fork mit EIP-7928 und „perfect parallel processing“ zielt auf bis zu 200 Millionen Gas-Limit und eine Multi-Lane-Verarbeitung ab.
- In Summe festigt die ETH Upgrade-Roadmap Ethereums Rolle als skalierbare Settlement-Schicht für DeFi und institutionelle Onchain-Finanzströme.
