Auf Einen Blick
- Die Ethereum Foundation hat begonnen, einen Teil ihres Tresors zu staken.
- Insgesamt sollen etwa 70.000 Ethereum gestaked werden, um die Entwicklung des Protokolls zu fördern.
- Neue Validatoren nutzen eine offene Infrastruktur, um Sicherheitsprobleme zu vermeiden.
Ethereum Foundation beginnt mit Staking
Die Ethereum Foundation, eine der einflussreichsten Organisationen im Ethereum-Netzwerk, hat kürzlich angekündigt, dass sie beginnt, einen Teil ihres eigenen Vermögens in Form von Ethereum zu staken. Diese Entscheidung macht die Stiftung zu einem aktiven wirtschaftlichen Teilnehmer im Netzwerk, was die Bedeutung und den Einfluss von Ethereum weiter verstärkt.
Stakingsystem und Infrastruktur
Am Dienstag gab die Foundation bekannt, dass sie 2.016 Ethereum eingezahlt hat, mit dem Ziel, insgesamt rund 70.000 Ethereum zu staken. Alle Gewinne aus diesem Prozess sollen in den Tresor der Stiftung zurückfließen, um die Forschung und Entwicklung des Protokolls, die Weiterentwicklung des Ökosystems sowie Zuschüsse zu finanzieren.
Das Stakingsystem nutzt die Open-Source-Infrastruktur namens Dirk und Vouch, die ursprünglich von Attestant entwickelt und nun Teil des institutionellen Stacking-Stacks von Bitwise ist. Dirk fungiert als verteilte Signaturinstanz, während Vouch als Validator-Client dient. Diese Architektur ermöglicht es, Schlüssel und Operationen über mehrere Jurisdiktionen und Betreiber zu verteilen, anstatt sie auf einem einzelnen Rechner oder Anbieter zu konzentrieren.
Wichtigkeit der Client-Diversität
Chris Berry, Leiter der Onchain-Entwicklung bei Bitwise Onchain Solutions, betonte, dass die Systeme Vouch und Dirk entwickelt wurden, um die Pflichten eines ehrlichen Validators auf sicherste Weise zu erfüllen. Die Stiftung hebt hervor, dass ihre Konfiguration “Minderheits-Clients” nutzt und eine Kombination aus gehosteter Infrastruktur und selbst verwaltetem Hardware in mehreren Jurisdiktionen verwendet wird. Dies dient dazu, einen „single point of failure“ zu vermeiden und Best Practices für sicheres, nicht verwahrendes Staking zu reflektieren.
Berry thematisierte auch die langanhaltenden Bedenken, dass das Client-Ökosystem von Ethereum und der Validatorenstamm übermäßig von einer Handvoll dominierender Implementierungen und zentralisierter Cloud-Anbieter abhängig werden könnten. Durch die Wahl dieser Client-Architektur zeigt die Ethereum Foundation, dass sie ein Modell für große institutionelle Validatoren schaffen möchte.
Dezentralisierung im Fokus
Das Wachstum und die Professionalisierung des Ethereum-Stakings sind unübersehbar. Aktuell sind etwa 30 % des ETH-Angebots gestaked, wobei liquide Staking-Protokolle sowie große Treuhänder wie Lido und Coinbase einen erheblichen Anteil der Validatoren und damit der effektiven Stimmenanteile repräsentieren. Diese Situation wirft immer wieder Fragen zur Dezentralisierung von Ethereum auf, insbesondere, wie das Netzwerk mit einer zunehmenden Konzentration an Kapital umgehen kann.
Berry bekräftigte, dass Ethereum stets Dezentralisierung und Sicherheit auf Protokollebene priorisiert habe und dass es zahlreiche Mechanismen gebe, um die Sicherheit des Netzwerks zu garantieren, sollte ein großer Teil der Staking-Kapitalgeber nicht mehr ihren Pflichten nachkommen oder das Netzwerk verlassen wollen. Die steigende Konkurrenz im Bereich des institutionellen Stakings legt zudem Wert auf Merkmale wie Client-Diversität und Infrastruktur-Resilienz.
Fazit
Die Entscheidung der Ethereum Foundation, aktiv am Staking teilzunehmen und dabei auf eine Vielzahl von Netzwerklösungen zu setzen, zeigt das Bestreben, die Dezentralisierung und Sicherheit von Ethereum zu fördern. Damit setzt die Stiftung nicht nur ein Zeichen für die eigene Verantwortlichkeit, sondern gibt auch anderen institutionellen Akteuren ein Beispiel, dem sie folgen können.
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