Neue Gebührenstruktur in Ethereum: Fairer für Entwickler und Investoren

Neues Gebührenmodell: Wie Ethereum Entwickler unterstützen und zugleich Fairness gewährleisten will

Auf Einen Blick

Ein neuer Vorschlag für die Ethereum-Gebührenstruktur

Zwei Mitglieder der Ethereum-Community, Kevin Owocki und Devansh Mehta, haben eine dynamische Gebührenstruktur für die Anwendungsebene von Ethereum vorgeschlagen. Ziel ist es, eine Balance zwischen der Einnahmengenerierung für App-Builder und der Fairness bei der Gebührenerhebung zu schaffen.

Kern der vorgeschlagenen Gebührenstruktur

Das am 27. April vorgelegte Konzept basiert auf einer einfachen Gleichung, die eine quadratische Wurzelfunktion verwendet. Diese Funktion senkt proportional den Prozentsatz der Gebühren, je mehr Kapital einem bestimmten Projekt zugewiesen wird. Owocki und Mehta erklärten: „Für kleinere Finanzierungsbeträge folgt die Gebühr einer Quadratwurzel-Funktion (sqrt(1000 x N)), was verhältnismäßig höhere Renditen ermöglicht, um den Aufbau von Mechanismen für kleinere Pools lohnenswert zu machen.“

Ein Beispiel verdeutlicht dies: Bei einem Finanzierungsvolumen von 170.000 Dollar ergibt sich die Quadratwurzel von 1000 x 170.000, was 13.038,4 Dollar oder 7 % an Overhead entspricht.

Vorteile für kleine Entwickler

Die Autoren des Vorschlags betonen, dass die Gebühren auf 1 % begrenzt werden, sobald das Finanzierungsvolumen einer Anwendung die 10-Millionen-Dollar-Marke überschreitet. Dies gewährleistet, dass kleine Anwendungsentwickler dezentrale Anwendungen ohne übermäßige Gebühren entwickeln können. Diese Struktur fördert auch das Wachstum der Projekte und deren Finanzierung, indem die Gebühren gedeckelt werden, während Entwickler ihre Anwendungen skalieren.

Marktentwicklung und Konkurrenzsituation

Owocki und Mehtas Vorschlag spiegelt die wachsenden Forderungen nach einer Reform der Gebührenstrukturen und der Mechanismen zur Wertzunahme wider. Diese Notwendigkeit wird dringlicher, da Ethereum mit Wettbewerbern konfrontiert ist, die in der Entwicklergewinnung aktiver geworden sind. Insbesondere im Jahr 2024 hat das Solana-Ökosystem mehr Entwickler gewonnen als Ethereum, indem es 7.625 neue Entwickler begrüßte, während Ethereum nur 6.456 anziehen konnte.

Trotz der Zahlen bleibt Ethereum das dominierende Ökosystem für die Anwerbung von Entwicklertalenten. Dennoch zeigen die Daten von 2024, dass diese Position zunehmend umkämpft ist. Das Solana-Netzwerk hat sich als Nummer zwei für Entwickler dezentraler Anwendungen etabliert und kommt Ethereum näher.

Zudem berichtete das Onchain-Analyseteam Santiment, dass die Ethereum-Gebühren im April 2025 auf einen fünfjährigen Tiefstand fielen. Dies war auf eine geringe Aktivität auf der Ethereum-Basisschicht zurückzuführen, die in der reduzierte Nachfrage nach Smart Contracts, insbesondere im Bereich DeFi, resultierte. Diese sinkende Nachfrage führt dazu, dass viele Institutionen ihre Ethereum-Holdings reduzieren oder Verkaufsanteile ihrer Investitionen abstoßen.

Fazit

Die vorgeschlagene dynamische Gebührenstruktur von Owocki und Mehta bietet einen potenziellen Weg, um kleine App-Entwickler zu unterstützen und gleichzeitig eine faire Einnahmequelle für Ethereums Infrastruktur zu schaffen. Angesichts des zunehmend wettbewerbsorientierten Umfelds ist es entscheidend, dass das Ethereum-Netzwerk eine wirtschaftlich tragfähige Lösung findet, um seine marktführende Position zu sichern.

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