Vitalik Buterin : Analyse senkt Risiken für Ethereum-Rollups bei Dezentralisierung

Vitalik Buterin erörtert, wann Rollups dezentralisiert werden sollten: Ein Blick auf Sicherheitsrisiken und die Bedeutung eines „Battle-Tested“-Codes.

Auf Einen Blick

Buterin erklärt den optimalen Zeitpunkt für die Dezentralisierung von Rollups

Ethereum-Mitbegründer Vitalik Buterin äußerte sich kürzlich zur Frage, wann Rollup-basierte Layer-2-Plattformen dezentralisiert werden sollten. In einem Post auf X am 5. Mai stellte Buterin klar, dass nicht „so schnell wie möglich“ die richtige Antwort sei. Er erklärte, dass es einen geeigneten Zeitpunkt für die Umstellung auf ein dezentrales Modell gibt, der davon abhängt, wie niedrig die Fehlerwahrscheinlichkeit des Beweissystems im Vergleich zu den durch Zentralisierung eingeführten Risiken ist.

Die Bedeutung von Systemreife

Diese Ausführungen kamen in Reaktion auf einen Beitrag von Daniel Wang, dem Gründer und CEO von Loopring, der betonte, dass die Reife eines Systems für dessen Sicherheit entscheidend ist. Wang wies darauf hin, dass nicht jeder Code gleich wertvoll ist und dass ein Rollup zwar die Stufe 2 erreichen kann, aber neu ist und noch nicht unter echtem Druck getestet wurde. Die Entwicklung von Rollups wird in verschiedene Stufen unterteilt: Stufe Null, Stufe Eins und Stufe Zwei, wobei die Stufe Zwei die vollständig dezentrale und vertrauenswürdige Phase darstellt.

Herbst der Sicherheitsrisiken

Buterin betonte auch die Gefahren, denen Kryptowährungssysteme ausgesetzt sind. Systeme, die große Vermögenswerte verwalten, sind Ziel für Akteure mit Gewinnmotiven und werden häufig unter die Lupe genommen. Dies gilt auch für Projekte, die kein Bug-Bounty-Programm führen, um Schwachstellen zu suchen. Der Druck von staatlich unterstützten Bad Actors wächst, wie das Beispiel der Lazarus-Gruppe zeigt, die im Crypto-Bereich für mehrere Hochprofile-Hacks verantwortlich ist.

Wang schlug vor, ein neues Kriterium namens „BattleTested“ einzuführen. Rollups, die in der Lage sind, über einen Zeitraum von mindestens sechs Monaten mindestens 100 Millionen Dollar an Vermögenswerten zu sichern, wobei mindestens 50 Millionen Dollar in Ethereum vorhanden sind, könnten diese Auszeichnung erhalten. Dieses Abzeichen würde jedoch mit jedem Update verloren gehen, da der neue Code sich erneut bewähren müsse.

Risiken im Blick behalten

Analyst Dominick John von Kronos Research erklärte, dass es wichtig ist, Risiken wie Schwächen in der gemeinsamen Verwahrung und geopolitische Engpässe sorgfältig zu prüfen, um eine verantwortungsvolle Übergabe von Stufe 1 zu Stufe 2 zu gewährleisten. Diese Risiken bleiben oft unentdeckt, bis der gesperrte Wert 100 Millionen Dollar überschreitet. Der entscheidende Punkt für die Dezentralisierung ist, dass das Beweissystem unter realem wirtschaftlichem Druck nachweisen muss, dass es sicherer ist als die potenziellen koordinierten Fehler unter den Ratsmitgliedern.

Der richtige Zeitpunkt für Dezentralisierung

Laut Buterin sollte ein Protokoll dann dezentralisiert werden, wenn sein On-Chain-Beweissystem ausreichend sicher ist, sodass zentralisierte Komponenten, die als potenzielle Fehlerquellen dienen, riskanter erscheinen. Bis ein System als sicher erachtet werden kann, birgt die Dezentralisierung möglicherweise zusätzliche Risiken.

Fazit

Die Diskussion über den Zeitpunkt der Dezentralisierung von Rollups wirft wichtige Fragen über die Sicherheit und Integrität von Kryptowährungssystemen auf. Während viele Experten vor einer zu frühen Dezentralisierung warnen, gibt es auch Bedenken hinsichtlich der Risiken von dauerhaft zentralisierten Systemen. Das Gleichgewicht zwischen technologischem Fortschritt und Sicherheitsanforderungen bleibt eine zentrale Herausforderung im Ethereum-Ökosystem.

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