Auf Einen Blick
- Vitalik Buterin reagiert auf Bedenken bezüglich der langen Ethereum-Ausstiegswarteschlange, die nun 45 Tage beträgt.
- Der Head of DeFi bei Galaxy Digital, Michael Marcantonio, äußerte Kritik, die er später zurücknahm.
- Buterin betont die Sicherheit des Netzwerks und erklärt die ideologische Sicht des Stakings.
Reaktionen auf die Ethereum-Ausgangsschlange
Ethereum-Mitbegründer Vitalik Buterin hat jüngst die Bedenken zur Ausstiegswarteschlange des Ethereum-Stakings angesprochen. Diese Warteschlange hat mittlerweile eine Länge von 45 Tagen erreicht, was zu kritischen Stimmen geführt hat. Michael Marcantonio, Leiter DeFi bei Galaxy Digital, bezeichnete die Länge der Warteschlange als „beunruhigend“ und stellte in einem Beitrag auf X Vergleiche zu Solana an, das lediglich zwei Tage für das Unstaking benötigt. Marcantonio hat die entsprechenden Beiträge jedoch gelöscht.
Buterins ideologischer Ansatz
Buterin nahm in seiner Antwort eine ideologische Haltung ein und verglich das Unstaking mit dem Verlassen einer Armee. Er merkte an, dass Staking eine „ernsthafte Pflicht“ sei, um das Netzwerk zu verteidigen. „Reibung beim Austritt gehört dazu. Eine Armee kann nicht zusammenhalten, wenn jederzeit ein Teil davon einfach gehen kann“, fügte er hinzu.
Trotz der aktuellen Herausforderungen sieht Buterin das Ethereum-Netzwerk als weiterhin hochsicher an, mit über einer Million aktiven Validatoren und 35,6 Millionen ETH, die gestakt sind, was fast 30 % des gesamten Angebots ausmacht.
Kritische Stimmen und Marktreaktionen
Die Diskussion um die ausgedehnte Warteschlange hat auch andere Marktteilnehmer beeinflusst. Jimmy Ragosa, ein ehemaliger Produktmanager bei Consensys, kritisierte Marcantonio und merkte an, dass die ständige FUD (Fear, Uncertainty, Doubt) gegenüber Ethereum viele Interessierte dazu veranlasst hat, ihre Geschäfte mit Galaxy Digital zu überdenken.
Gabriel Shapiro, ein Anwalt in der Krypto-Branche, stellte fest, dass es schädlich für Galaxy wäre, wenn ihre Führungskraft bei DeFi weiterhin solche Äußerungen tätigt. Anthony Sassano, ein Ethereum-Ausbilder, erklärte, dass die Löschung der Tweets nicht die Tatsache ändert, dass Marcantonio die Grundlagen der Branche nicht verstehe.
Auf der anderen Seite äußerte sich Mike Dudas, ein Befürworter von Solana, positiv über Galaxy Digital und argumentierte, dass sie bereits bewiesen hätten, dass sie signifikanten Wert durch Transaktionen schaffen können.
Zukünftige Entwicklungen und das Ethereum-Ökosystem
Die Ausstiegswarteschlange des Ethereum hat in den letzten Tagen zwar abgenommen, bleibt jedoch bei hohen 2,5 Millionen ETH. Ein großer Teil dieser Zahl stammt von Kiln Finance, das nach einem Exploit betroffen war. Interessanterweise befinden sich aktuell 512,000 ETH in der Eingangswarteschlange, die kürzlich einen zweijährigen Höchststand erreichte, was auf ein starkes institutionelles Interesse hinweist.
Insgesamt zeigt sich das Ethereum-Ökosystem robust und bleibt ein zentraler Akteur im Krypto-Markt.
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