Im aktuellen Crypto Nerds Podcast beleuchtet der CEO von AllUnity, Alexander Höptner, die neue Rolle von Euro Stablecoins im europäischen Zahlungsverkehr. Die Diskussion beleuchtet die Chancen und Herausforderungen des regulatorischen Rahmens, der durch die MiCAR-Vorschriften geschaffen wurde.
Möglichkeiten für Euro Stablecoins im globalen Kontext
Stablecoins sind schon lange als essentielle Bestandteile des Krypto-Handels anerkannt, insbesondere in Asien. Höptner weist darauf hin, dass der Mangel an einem klaren Rechtsrahmen für Euro-Stablecoins vor der Einführung von MiCAR ihre Verwendung einschränkte. Diese regulatorischen Veränderungen eröffnen nun neue Perspektiven, die das Vertrauen institutioneller Nutzer stärken sollten.
Was bedeutet MiCAR für die Krypto-Branche?
Dank MiCAR entsteht in Europa eine rechtliche Grundlage, die es ermöglicht, Stablecoins mit einem klaren Fokus auf Rücktausch und Haftung zu präsentieren. AllUnity positioniert sich hier als ein vertrauenswürdiges Projekt, das aus Deutschland stammt und auf Reputation sowie Rechtssicherheit setzt. Der EURAU, der von AllUnity herausgegeben wird, ist dabei kein typisches Kryptowährung, sondern fungiert als tokenisiertes E-Geld – vergleichbar mit Bekanntheiten wie PayPal, jedoch global einsetzbar und stets verfügbar.
Der Fokus auf den industriellen Sektor
Es ist jedoch wichtig zu betonen, dass AllUnitys Stablecoin nicht für den alltäglichen Gebrauch von Privatkunden gedacht ist, sondern sich auf internationale Zahlungen großer Unternehmen konzentriert. Alexander Höptner erläutert die Ineffizienzen klassischer Zahlungswege, die oft zu hohen Kosten und Verzögerungen führen, insbesondere im grenzüberschreitenden Geschäftsverkehr.
Ein neutraler E-Geld-Token von AllUnity könnte diese Probleme angehen, indem er Effizienz und Geschwindigkeit verbessert und programmierbare Zahlungen entlang von Lieferketten ermöglicht. Sicherheitsmechanismen, die es erlauben, Transaktionen bei Verdacht auf Missbrauch zu blockieren, tragen zusätzlich zur Glaubwürdigkeit bei. Auch wenn dies manchen puristisch erscheinen mag, hält Höptner dagegen: „Ohne Kontrolle bleibt der Zugang zur Realwirtschaft versperrt.“
Ein Ausblick für die Zukunft der Währungsregulierung
Während des Gesprächs wird auch der digitale Euro der Europäischen Zentralbank (EZB) thematisiert. Höptner äußert sich skeptisch bezüglich der langen Entwicklungszyklen, die mit solchen Projekten einhergehen. Der Schlüssel zum Erfolg in dieser Branche wird als frühzeitige Etablierung von Netzwerkeffekten betrachtet. AllUnity misst seinen Erfolg nicht an den Gesamtwerten (TVL), sondern vielmehr an der tatsächlichen Nutzung ihrer Dienstleistungen.
Mit den regulatorischen Neuerungen hat Europa die Chance, im internationalen Zahlungsverkehr eine bedeutende Rolle zu übernehmen. Der Podcast liefert wertvolle Einblicke und beleuchtet die Herausforderungen und Chancen innerhalb des Krypto-Ökosystems umfassend.
