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Iosco fordert die globalen Regulierungsbehörden auf, auf den Kryptomärkten schneller und mutiger vorzugehen

Regulierungsbehörden rund um den Globus sollen schneller und entschiedener handeln, um die Kryptowährungsmärkte in den Griff zu bekommen, fordert die globale Wertpapieraufsichtsbehörde Iosco. Anlass dafür ist unter anderem das Scheitern der Kryptobörse FTX, die eng mit der angeschlossenen Handelsgruppe Alameda Research verbunden war. Iosco hat daher einen 18-Punkte-Plan zur Verschärfung oder Schaffung von Standards veröffentlicht, der Bereiche wie Interessenkonflikte, Offenlegungsregeln und Governance umfasst und Behörden weltweit dazu auffordert, so schnell wie möglich einen gleich hohen Standard zu erreichen.

Besonders kritisch sieht Iosco dabei die Interessenkonflikte von Kryptounternehmen, die im Gegensatz zu etablierten Finanzunternehmen oft mehrere Aktivitäten wie Maklergeschäfte, Handel, Verwahrung und Market-Making bündeln. Die Regulierungsbehörden sollten laut Iosco daher prüfen, ob einige Interessenkonflikte "so akut sind, dass sie nicht wirksam gemildert werden können". Wenn ja, sollten sie "robustere Maßnahmen wie eine rechtliche Aufschlüsselung und eine separate Registrierung und Regulierung bestimmter Aktivitäten" ergreifen.

Iosco hat jedoch keine Befugnis, Regulierungsbehörden zu zwingen, ihre Regeln zu befolgen, und kann lediglich Empfehlungen aussprechen. Iosco-Generalsekretär Martin Moloney hofft jedoch, dass die 130 Mitgliedsländer, die 95 Prozent der globalen Finanzmärkte abdecken, die Vorschläge umsetzen werden. Er betont allerdings auch, dass es "einige Jahre dauern würde, bis selbst die großen Jurisdiktionen" die "ziemlich anspruchsvollen Empfehlungen" vollständig umsetzen würden.

Zusätzlich zu den Empfehlungen von Iosco haben die G7 am 13. Mai bekräftigt, dass sie die Umsetzung von "wirksamen Regulierungs- und Aufsichtsrahmen" für Krypto-Assets und Stable Coins unterstützen werden. Die EU hat bereits ein umfassendes Paket an Krypto-Regulierungen verabschiedet, während das Vereinigte Königreich noch in einem frühen Stadium der Regelentwicklung ist und verspricht, "agiler" als Europa zu sein.

In der Zwischenzeit fordert Moloney Anleger dazu auf, weiterhin sehr vorsichtig zu sein und skeptisch zu bleiben, wenn Anbieter von Krypto-Asset-Diensten ihnen sagen, dass sie reguliert sind und daher alles in Ordnung sei. Das Financial Stability Board, ein Gremium globaler Finanzpolitiker, wird im Juli seine Empfehlungen zur Reduzierung der Finanzstabilitätsrisiken durch Krypto veröffentlichen.

Referenz: Financial Times

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