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Kritik an UK-Krypto-Verbot: Schützen oder schaden die Regelungen den Anlegern?

„Warum die Regulierung möglicherweise mehr schadet als sie schützt: Stimmen aus der Krypto-Branche über die Folgen der FCA-Entscheidung für Anleger“

Die britische Finanzaufsicht FCA gerät in der Kritik, weil ihre Maßnahmen gegen Krypto-Derivate den Einzelinvestoren mehr schaden als nützen.

Auswirkungen der FCA-Verbote auf Anleger

Die Beschränkungen der Financial Conduct Authority (FCA) des Vereinigten Königreichs, die 2020 eingeführt wurden, zapfen während der letzten Jahre das Potenzial des Krypto-Marktes. Führende Krypto-Vertreter äußern sich kritisch über die Auswirkungen dieser Regelungen auf Einzelinvestoren. Besondere Besorgnis äußern sie hinsichtlich der Tatsache, dass die FCA durch ihre starre Haltung potenzielle Anleger im großen Maßstab zurückhält.

Kritik von Experten und Branchenführern

Joshua Barraclough, CEO von One Trading und ehemaliger JPMorgan-Manager, bezeichnete das Verbot in einem Interview als “schrecklich” und behauptet, es schade den Verbrauchern mehr, als dass es sie schütze. Er argumentiert, dass Anleger das Recht haben sollten, selbst Entscheidungen zu treffen, auch wenn dies Risiken birgt.

Konstantinos Adamos, Rechtsberater von Revolut für Krypto, zeigt sich mit Barracloughs Ansichten einverstanden. Er folgt der Argumentation, dass die Bedenken der FCA hinsichtlich der Komplexität und Volatilität von Krypto-Derivaten zwar verständlich seien, die Entscheidungsmacht jedoch letztlich den Einzelinvestoren überlassen werden sollte. Auch Carly Nuzbach Lowery, Gründerin von Gateway 21, sieht die Verbote als überholt an und empfindet sie als “stumpf” und unnötig.

Die Reaktionen auf die Vorschriften

Die strikten Vorgaben der FCA haben bereits dazu geführt, dass Unternehmen wie die Krypto-Börse Bybit ihre Geschäftstätigkeit im Vereinigten Königreich einstellen mussten. Von über 368 Krypto-Registrierungsanträgen, die seit 2020 bei der FCA eingereicht wurden, wurden nur 14 % genehmigt.

Effizienz der FCA bei der Bekämpfung illegaler Werbung

Trotz der potenziellen Schäden, die das Verbot anrichtet, hat die FCA im Bereich der Bekämpfung illegaler Krypto-Werbung ebenfalls versagt. Laut einem Bericht von crypto.news gibt es von den über 1.700 Hinweisen auf illegale Krypto-Anzeigen und -Webseiten, die zwischen Oktober 2023 und Oktober 2024 veröffentlicht wurden, immer noch fast die Hälfte im Internet. Weniger als 55 % der gemeldeten Werbung wurden bislang entfernt.

Wichtigkeit der Diskussion um Krypto und Regulierung

Die aktuelle Debatte über die FCA-Verbote zeigt die polarisierten Ansichten innerhalb der Krypto-Community und darüber hinaus auf. Der anhaltende Widerstand gegen die strengen Regelungen könnte zu Veränderungen in der Gesetzgebung führen, um Einzelinvestoren einen besseren Zugang zu Krypto-Investitionen zu ermöglichen und gleichzeitig einen angemessenen Schutz zu gewährleisten. Dies könnte nicht nur den Markt beleben, sondern auch den Einzelnen Empowerment bieten, selbst über seine Finanzentscheidungen zu bestimmen.

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Dieser Artikel dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Finanzberatung oder Anlageempfehlung dar. Die geäußerten Meinungen sind ausschließlich die des Autors und spiegeln nicht zwingend die Ansichten von News-Krypto.de wider. Investitionen in Kryptowährungen bergen erhebliche Risiken – bitte informieren Sie sich eigenständig und konsultieren Sie einen Fachberater, bevor Sie finanzielle Entscheidungen treffen. News-Krypto.de übernimmt keine Haftung für etwaige Verluste.

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