Die jüngste Erweiterung des automatischen Informationsaustauschs (AIA) durch das Crypto Asset Reporting Framework (CARF) betrifft die bekannt gewordenen Herausforderungen der steuerlichen Erfassung von Kryptowährungen. Diese Neuerung rückt nicht nur die Rolle digitaler Vermögenswerte in den Fokus, sondern sorgt auch für deutlich mehr Transparenz im Steuerwesen.
Die Einführung des CARF ab 2026
Ein entscheidender Wendepunkt wird sich am 1. Januar 2026 ergeben, wenn der Krypto-AIA in der Schweiz in Kraft tritt. Von diesem Datum an sind Anbieter von Krypto-Dienstleistungen gesetzlich verpflichtet, relevante Informationen ihrer Kunden an die Schweizer Steuerverwaltung zu übermitteln. Diese umfasst persönliche Daten wie Name, Adresse und Steueridentifikationsnummer sowie Informationen über die durchgeführten Transaktionen, was eine umfassende Datensammlung darstellt.
Betroffene Unternehmen und Dienstleistungen
Die Meldepflicht laut CARF betrifft nicht nur Banken, sondern auch Krypto-Börsen, Broker und andere intermediale Dienstleister, die in diesem Sektor aktiv sind. Dies unterstreicht die zunehmende Integration von Kryptowährungen und traditionellen Finanzinstrumenten und zeigt, dass die Verantwortung für die ordnungsgemäße Deklaration und Offenlegung von Transaktionen nicht nur bei den Steuerpflichtigen liegt.
Kryptowährungen als Steuergegenstand
Das CARF berücksichtigt eine breite Palette digitaler Assets, die auf Distributed-Ledger-Technologie basieren. Diese umfasst nicht nur weit verbreitete Zahlungsmittel wie Bitcoin oder Ethereum, sondern bezieht sich auf alle Werte, die in digitalen Finanzsystemen als Zahlungsmittel oder Anlageinstrumente fungieren. Der Fokus liegt hierbei auf der wirtschaftlichen Nutzung dieser Vermögenswerte.
Wichtigkeit von Compliance und Transparenz
Die Erweiterung des AIA um das CARF ist ein wichtiger Schritt zur Angleichung von traditionellen und digitalen Vermögenswerten in der steuerlichen Behandlung. Steuerpflichtige müssen sich darauf vorbereiten, ihre kryptographischen Vermögenswerte und die damit verbundenen Erträge vollständig in ihren Steuererklärungen anzugeben. Die Vermeidung von möglichen Sanktionen hängt wesentlich von der sorgfältigen Umsetzung dieser neuen Regelungen ab.
Empfehlungen für Steuerpflichtige
Für die Verantwortlichen in der Finanzlage ist es ratsam, sich rechtzeitig mit den neuen Vorschriften vertraut zu machen. Insbesondere sollten sie klären, wie sie Beiträge aus ihren Krypto-Investitionen korrekt erfassen können, um späteren Komplikationen vorzubeugen. Bei Unsicherheiten empfiehlt sich die Konsultation eines steuerlichen Beraters, um potenzielle Strafen durch falsche Angaben oder Nachlässigkeit zu vermeiden.
