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Prorussischer Oligarch wird beschuldigt, Einflussnahme in der EU betrieben zu haben

Europäische Beamte beschuldigen Medwedtschuk der Bestechung im Rahmen der EU-Wahlen

Europäische Beamte haben einem Wladimir Putin nahestehenden Oligarchen vorgeworfen, EU-Gesetzgeber im Rahmen einer russischen Einflussnahme im Vorfeld der EU-Wahlen im Juni bestochen zu haben. Belgische und tschechische Behörden behaupten, dass Wiktor Medwedtschuk, ein ukrainischer Oligarch und langjähriger politischer Aktivist, Politiker dafür bezahlt habe, Kreml-Propaganda zu verbreiten.

Vorwürfe und Sanktionen gegen Medwedtschuk

Der belgische Premierminister berichtete dem Parlament von Russlands Bemühungen, EU-Parlamentarier zu beeinflussen und sie für die Förderung russischer Propaganda zu bezahlen. Tschechien verhängte Sanktionen gegen Medwedtschuk und seinen Mitarbeiter sowie eine prager Nachrichten-Website namens “Stimme Europas”. Medwedtschuk wird beschuldigt, eine russische Einflussoperation durchzuführen, um die territoriale Integrität der Ukraine zu untergraben.

Medwedtschuk’s umstrittene Vergangenheit

Medwedtschuk, ein pro-russischer Oligarch aus der Ukraine, war in Desinformationskampagnen verwickelt. Kritiker bezeichneten ihn aufgrund seines Einflusses als den “grauen Kardinal” der ukrainischen Politik. Er wurde im Zuge der russischen Invasion gegen die Ukraine verhaftet und später ausgetauscht.

Internationale Ermittlungen und Reaktionen

Die Ermittlungen in Zusammenarbeit mit mehreren europäischen Ländern legen nahe, dass es sich um Desinformation handelt, nicht um Spionage. Die Behörden führen Razzien durch und beschlagnahmen beträchtliche Geldbeträge. Die Präsidentin des EU-Parlaments warnt vor der Verbreitung von Desinformation und Propaganda.

Fortsetzung der Untersuchung

Die EU-Parlamentsbeamten prüfen die Anschuldigungen sorgfältig, obwohl es Monate dauern könnte, bis die Untersuchungen abgeschlossen sind. Diese Vorwürfe stehen im Kontext eines früheren Bestechungsskandals im Europäischen Parlament und einer Spionageuntersuchung gegen eine andere Europaabgeordnete.

Zusätzliche Berichterstattung von Barbara Erling in Warschau.

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