PwC verstärkt Krypto-Präsenz nach regulatorischen Änderungen

"Wie der GENIUS Act das Spielfeld für PwC und die gesamte Krypto-Branche neu definiert"

Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) verzeichnet eine bemerkenswerte Wende in ihrer Strategie, indem sie ihre Aktivitäten im Krypto-Sektor deutlich ausweitet. Dieses Engagement folgt einem aktiven regulatorischen Wandel in den USA, der das Fundament für die künftige Entwicklung im Bereich digitaler Vermögenswerte legt.

Neue regulatorische Rahmenbedingungen

Der GENIUS Act, der im Juli 2025 unterzeichnet wurde, markiert einen entscheidenden Meilenstein in der Regulierung von Krypto-Assets in den Vereinigten Staaten. Die Gesetzgebung schafft klare Anforderungen für Stablecoin-Emittenten, darunter Vorschriften zur Verwahrung und Offenlegungspflichten. Diese Veränderungen beseitigen jahrelange Unsicherheiten und ermöglichen es Banken, in den digitalen Asset-Marktplatz einzutreten.

Investitionen in Krypto-Expertise

Um auf die neue regulatorische Landschaft zu reagieren, hat PwC ihre internen Fähigkeiten im Bereich der digitalen Vermögenswerte erheblich ausgebaut. Dazu gehört die Entwicklung des Halo-Tools, das eine unabhängige Prüfung von Blockchain-Transaktionen zulässt und Gültigkeit für verschiedene Token wie Bitcoin und Ethereum bietet. Nach der Einstellung von Cheryl Lesnik als Partnerin wird das Team weiterhin in den Bereichen Audit und Compliance für Krypto-Börsen gestärkt.

Ein Blick auf MARA Holdings

PwC hat auch das Mandat als Wirtschaftsprüfer für MARA Holdings, ein an der Börse notiertes Bitcoin-Mining-Unternehmen, für das Geschäftsjahr 2025 übernommen. Die Entscheidung, das Unternehmen zu betreuen, kommt nach der Trennung von Marcum LLP, und zeigt PwCs ambitionierte Pläne in diesem Wachstumssektor.

Der Markt für tokenisierte Vermögenswerte

Es wird erwartet, dass die Tokenisierung realer Vermögenswerte bis 2030 auf über 15 Billionen US-Dollar anwachsen wird. Studien deuten auf ein jährliches Wachstum von über 50 Prozent hin. Momentan sind 91 Milliarden Dollar an Real-World-Assets tokenisiert, wobei Ethereum als führende Plattform fungiert. PwC sieht in der Tokenisierung von Anleihen, Immobilien und anderen Anlageklassen einen zentralen Wachstumsbereich.

Reaktionen der Branche und Zukunftsausblick

Die strategische Neuausrichtung von PwC wird von anderen großen Wirtschaftsprüfungsgesellschaften beobachtet. Deloitte und KPMG erweitern ebenfalls ihre Services im Krypto-Sektor, was auf eine breitere Akzeptanz und Integration von Kryptowährungen in das traditionelle Finanzsystem hinweist. Eine aktuelle PwC-Umfrage zeigt, dass 76 Prozent der globalen Investoren planen, ihr Engagement in digitalen Assets auszubauen.

Insgesamt kann man feststellen, dass die Entwicklungen im Bereich der Krypto-Wirtschaft nicht nur PwC betreffen, sondern die gesamte Branche in Bewegung setzen. Dank der neuen regulatorischen Klarheit könnte die Zeit für eine umfassende institutionelle Expansion in digitale Vermögenswerte tatsächlich gekommen sein.

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