Die Nutzung von Stablecoins nimmt in Deutschland erheblich zu, wie die aktuellen Entwicklungen bei dem Fintech-Unternehmen Revolut zeigen. Im Jahr 2025 verzeichnete das Unternehmen eine bemerkenswerte Steigerung seines Transaktionsvolumens in Stablecoin-Zahlungen, was auf eine zunehmende Akzeptanz in der breiten Öffentlichkeit hinweist.
Stablecoins als neues Zahlungsmittel
Stablecoins sind digitale Währungen, die an feste Werte wie den US-Dollar gekoppelt sind. Diese Währungen bieten eine hohe Preisstabilität, was sie als Zahlungsmittel attraktiver macht. In den letzten Jahren haben sie sich zunehmend von einfachen Spekulationsobjekten zu echten Zahlungsmitteln entwickelt. Besonders auffällig ist das Interesse der Revolut-Nutzer an Stablecoins für alltägliche Transaktionen im Bereich von 100 bis 500 Dollar. Diese Transaktionen machen mittlerweile 30 bis 40 Prozent aller Zahlungen mit Stablecoins bei Revolut aus.
Beeindruckendes Wachstum der Stablecoin-Zahlungen
Revolut verarbeitete 2025 Schätzungen zufolge etwa 10,5 Milliarden Dollar (rund 9,01 Milliarden Euro) in Stablecoin-Zahlungen, was einem Wachstum von 156 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Diese Daten stammen von einer Analyse des Krypto-Forschers Alex Obchakevich, der auf Informationen von Dune Analytics zugreift. Diese Zahlen belegen, dass Stablecoins im Zahlungsverkehr eine immer wichtigere Rolle spielen.
Revolut und die Bedeutung der einfachen Konvertierung
Ein weiterer Grund für die wachsende Bedeutung von Stablecoins ist die benutzerfreundliche Handhabung durch Revolut. Nutzer können Dollar unkompliziert in USDC oder USDT umtauschen, ohne versteckte Gebühren oder Spreads. Dies erleichtert die Nutzung und fördert das Wachstum im Bereich der digitalen Zahlungen. Zudem ermöglicht Revolut den Versand und Empfang von Stablecoins über verschiedene Blockchains, wobei Ethereum (ETH) am häufigsten genutzt wird.
Ein Blick in die Zukunft der Stablecoins
Die Akzeptanz von Stablecoins könnte sich in den kommenden Jahren weiter beschleunigen. Bloomberg Intelligence prognostizierte ein globales Wachstum der Stablecoin-Zahlungsströme bis 2030 mit einer jährlichen Wachstumsrate von 81 Prozent auf insgesamt 56,6 Billionen Dollar. Dieser Aufschwung wird größtenteils durch die Verbraucherakzeptanz angetrieben und spiegelt das zunehmende Vertrauen in diese Form der Digitalwährung wider.
In diesem dynamischen Umfeld planen mehrere Finanzakteure, ihre eigene Stablecoin-Lösungen zu entwickeln, um sich am Markt zu positionieren. Beispielsweise arbeitet Western Union an der Einführung eines eigenen Stablecoins, während europäische Banken an einem Euro-Stablecoin arbeiten.
