Auf Einen Blick
- Der Kryptowährungsmarkt erlebte am Montag einen starken Rückgang mit einem Gesamtwert von etwa 3,04 Billionen US-Dollar.
- Bitcoin fiel auf rund 90.600 US-Dollar, während Ethereum um mehr als 5% auf etwa 3.030 US-Dollar sank.
- Die Liquidationen beliefen sich auf mehr als 360 Millionen US-Dollar innerhalb von 24 Stunden aufgrund globaler wirtschaftlicher Unsicherheiten.
Marktentwicklung in der Kryptowährung
Am Montag erlebten Kryptowährungen einen erheblichen Preisverfall, was den gesamten Marktwert auf etwa 3,04 Billionen US-Dollar drückte — ein Rückgang von mehr als 3% innerhalb von 24 Stunden. Die bei Investoren beliebten Token, darunter Bitcoin, Ethereum und XRP, waren besonders betroffen, da die Unsicherheit über die globale Wirtschaft und eine Welle von Zwangsliquidationen die Märkte belasteten.
Ursachen des Rückgangs
Die Kursrückgänge folgten einem plötzlichen Umschwung von dem Rallye, die in der Vorwoche stattfand. Bitcoin hatte am 19. Januar die Marke von 95.000 US-Dollar überschritten und erreichte mit fast 98.000 US-Dollar den höchsten Stand seit November. Diese Bewegung wurde durch starke Zuflüsse in Spot-ETFs unterstützt, die etwa 1,4 Milliarden US-Dollar in der Woche betrugen, einschließlich 760 Millionen US-Dollar an einem einzelnen Tag. Zudem deuteten schwache US-Inflationsdaten darauf hin, dass der Kern-CPI bei 2,6% lag, dem niedrigsten Tempo seit 2021.
Neueste Schlagzeilen über Zölle aus den USA schürten jedoch Ängste vor erneuten Handelskonflikten. Bitcoin fiel schnell wieder auf die Marke von 92.000 US-Dollar, was rund 850 Millionen US-Dollar an Liquidationen auslöste, wobei fast die Hälfte von Bitcoin- und Ethereum-Positionen stammte.
Liquidationen und Marktreaktionen
Im weiteren Verlauf wurde der Kryptomarkt schwächer, da gehebelte Händler gezwungen waren, ihre Positionen aufzugeben. Innerhalb von 24 Stunden wurden mehr als 360 Millionen US-Dollar an Liquidationen in digitalen Vermögenswerten verzeichnet, was zusätzlichen Druck auf Ethereum und große Altcoins ausübte. Analysten bemerkten, dass der Markt kürzlich aus einer engen 50-tägigen Handelsrange ausgebrochen war, was die Preise anfälliger für plötzliche makroökonomische Schocks macht.
Regulatorische und institutionelle Entwicklungen
Über die Preisbewegungen hinaus gibt es mehrere regulatorische und institutionelle Entwicklungen, die den mittelfristigen Ausblick prägen. Der U.S. CLARITY Act ist ins Stocken geraten, nachdem es zu Meinungsverschiedenheiten zwischen Coinbase und dem Weißen Haus über Bestimmungen zu Stablecoins gekommen war, wodurch die regulatorische Sicherheit auf kurze Sicht verringert wird. Gleichzeitig bestätigte Goldman Sachs, dass es aktiv die Tokenisierung und Stablecoin-Technologie erkundet. In Südkorea wurden Gesetzesänderungen verabschiedet, die einen rechtlichen Rahmen für tokenisierte Wertpapiere schaffen. Der New Yorker Aktienmarkt prüft zudem die Möglichkeit eines 24/7-Handels durch Tokenisierung.
Blick in die Zukunft
Die Investoren richten nun ihre Aufmerksamkeit auf eine ereignisreiche Woche mit globalen Ereignissen. Dazu gehören das Weltwirtschaftsforum in Davos, an dem US-Präsident Donald Trump zum ersten Mal seit sechs Jahren teilnehmen wird, ein EU-Notgipfel am Donnerstag und die Veröffentlichung der US-Core-PCE-Inflationsdaten am Freitag, einem bevorzugten Inflationsmaßstab der Federal Reserve.
Wintermute stellte fest, dass der jüngste Rückgang „heftig, aber gesund“ war, da der Hebel schnell abgebaut wurde, ohne einen umfassenden Zusammenbruch auszulösen. Die entscheidende Frage bleibt, ob Bitcoin die Unterstützung im niedrigen 90.000er-Bereich halten kann. Sollte es das schaffen, könnte der kürzliche Ausbruch intakt bleiben. Ein anhaltender Rückgang unter die 90.000 US-Dollar könnte frühere Unterstützung in Widerstand verwandeln.
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