Verborgene Risiken in Krypto-Pressemitteilungen aufgedeckt

"Warum potenzielle Anleger in der Flut von irreführenden Informationen die Orientierung verlieren"

Ein Blick auf die Medienlandschaft der Krypto-Pressemitteilungen

In der Welt der Kryptowährungen steht die Glaubwürdigkeit von Informationen auf dem Prüfstand. Eine aktuelle Untersuchung der Plattform Chainstory zeigt, dass über sechzig Prozent der analysierten Pressemitteilungen aus dem Krypto-Sektor von Projekten stammen, die potenziell riskant oder gar betrügerisch sind.

Ursachen für das Vertrauenstief

In einer Zeit, in der die Leser zunehmend auf Nachrichten aus sozialen Medien und Online-Plattformen zugreifen, ist es besorgniserregend, dass viele Pressemitteilungen ohne redaktionelle Kontrolle veröffentlicht werden. Chainstory hat fast 2.900 Pressemitteilungen untersucht, die zwischen Juni und November 2025 herausgegeben wurden. Der Mangel an journalistischer Prüfung führt dazu, dass Berichte über Krypto-Projekte oft schwer von echten Nachrichten zu unterscheiden sind.

Kritischer Blick auf die Struktur

Ein zentrales Problem der Krypto-Pressemitteilungen ist ihr Geschäftsmodell. Viele Pressedienste agieren als Vermittler, die ohne kontroverse redaktionelle Bewertung Inhalte gegen Bezahlung verteilen. Während bekannte Nachrichtenplattformen mit diesen Inhalten Geld verdienen, fehlt es an der nötigen journalistischen Überprüfung.

Die Rolle der Sprache in der Berichterstattung

Die Art und Weise, wie die Informationen präsentiert werden, trägt zur Entstehung von Misstrauen bei. Etwa 54 Prozent der untersuchten Pressemitteilungen werden als übertrieben wahrgenommen, während nur 10 Prozent eine neutrale und sachliche Sprache aufweisen. Das zeigt, dass Hype und Sensationalismus immer mehr Raum einnehmen und kritische Berichterstattung in den Hintergrund gedrängt wird.

Die Konsequenzen für die Anleger

Für viele Anleger wird es dadurch immer schwieriger, fundierte Entscheidungen zu treffen. Das Überangebot an oft irreführenden Krypto-Inhalten kann dazu führen, dass wichtige Informationen übersehen werden. Wenn bezahlte Verbreitung von Inhalten wichtiger erscheint als deren tatsächlicher Nachrichtenwert, stehen Anleger und Interessierte vor einer riesigen Informationsflut, durch die sie navigieren müssen.

Fazit: Eine Herausforderung für Vertrauen und Transparenz

Die Erkenntnisse der Untersuchung machen deutlich, wie wichtig es ist, kritische Medienkompetenz zu entwickeln. Leser sollten sich bewusst sein, dass nicht jede Pressemitteilung, die sie lesen, vertrauenswürdig ist. Der Strukturwandel in der Medienlandschaft erfordert eine neue Herangehensweise an den Konsum von Nachrichten, insbesondere im volatilitätsträchtigen Bereich der Kryptowährungen.

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