Wolodymyr Selenskyj setzt seine obersten Chefs für Geheimdienste und nationale Sicherheit neu ein
Wolodymyr Selenskyj, der Präsident der Ukraine, hat kürzlich eine wichtige personelle Umstrukturierung in seinem Verteidigungs-, Geheimdienst- und Sicherheitsapparat vorgenommen. Diese Maßnahme ist Teil seiner Bemühungen, die Kriegsanstrengungen der Ukraine wiederzubeleben und die Dynamik zugunsten seines Landes zu verändern.
Neue Besetzungen in Schlüsselpositionen
Der ukrainische Präsident hat Oleksiy Danilov, den Vorsitzenden des Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrates, entlassen und durch den Chef des Auslandsgeheimdienstes, Oleksandr Lytvynenko, ersetzt. Diese Entscheidung wurde durch offizielle Dekrete bekannt gegeben, die auf der Website des Präsidenten veröffentlicht wurden.
Hintergründe der Umbesetzung
Oleh Iwaschtschenko wird Lytvynenko als Chef des Auslandsgeheimdienstes folgen, nachdem er zuvor stellvertretender Leiter des Militärgeheimdienstes war. Die von Iwaschtschenko geleiteten Luft- und Seedrohnenangriffe auf wichtige Ziele haben in der Vergangenheit den Kreml verärgert.
Der erfahrene Beamte Oleksandr Lytvynenko, der seit Juli 2021 Chef des Auslandsgeheimdienstes war, wird nun zum Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrat zurückkehren. Aufgrund seiner Expertise und seines Ansehens bei westlichen und ukrainischen Amtskollegen wird von ihm erwartet, dass er einen wichtigen Beitrag zur Stärkung der nationalen Sicherheit leisten wird.
Der Kontext der Veränderungen
Die dringend notwendige Umstrukturierung erfolgt etwas mehr als einen Monat nach der Entlassung des Oberbefehlshabers der Streitkräfte Waleri Zaluzhny, mit dem der Präsident Meinungsverschiedenheiten hatte. Zaluzhny wurde mittlerweile zum Botschafter der Ukraine in London ernannt.
Wolodymyr Selenskyj betonte die Notwendigkeit der Veränderungen, um die Kriegsanstrengungen der Ukraine zu verstärken, insbesondere nach der erfolglosen Gegenoffensive im letzten Jahr. Die Ukraine steht vor großen Herausforderungen wie erschöpften Truppen, einem Mangel an Arbeitskräften und schwindender Munition.
Abschlussbemerkungen
Der ehemalige Vorsitzende des Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrates, Oleksiy Danilov, bedankte sich in einem Post auf Facebook für das Vertrauen, das ihm der Präsident entgegengebracht hat. Danilov hatte eine Vorliebe für farbenfrohe Aussagen, bei denen Fakten und Fiktion manchmal verschwammen.
Die russischen Streitkräfte sind derzeit weiterhin aktiv und dringen an verschiedenen Fronten vor. Um die russischen Truppen in Schach zu halten, hat Selenskyj den Bau neuer, stark befestigter Verteidigungslinien angeordnet, um die Sicherheit und Souveränität der Ukraine zu gewährleisten.
