Neue Technologien und ihre gesellschaftlichen Auswirkungen
Der Einzug des Zug Institute for Blockchain Research (ZIBR) in die Stadt Zug markiert einen bedeutenden Fortschritt für die Forschung zur Blockchaintechnologie. Am Freitag wurde das Institut feierlich eröffnet, und es wird eine entscheidende Rolle dabei spielen, die Auswirkungen dieser Technologie auf unterschiedliche gesellschaftliche Bereiche zu untersuchen.
Interdisziplinäre Forschung im Crypto Valley
Das ZIBR, das rund 15 bis 20 Forscher beschäftigt, wird seinen Mitarbeiterkreis in der nächsten Zeit auf 30 bis 40 Personen erweitern. Diese interdisziplinäre Herangehensweise ist entscheidend, um den weitreichenden Einfluss der Blockchain in den Bereichen Gesellschaft, Wirtschaft, Recht und Politik zu analysieren. Die Technologie bietet eine Vielzahl an Anwendungsmöglichkeiten, die über Kryptowährungen hinausgehen.
Längerfristige Unterstützung durch den Kanton Zug
Das Institut erhält in den ersten fünf Jahren eine Förderung von insgesamt 25 Millionen Franken. Diese finanziellen Mittel stammen aus den Einnahmen der OECD-Mindeststeuer und sollen die Forschungsaktivitäten im Kanton Zug unterstützen, der sich als Crypto Valley positioniert. Auf lange Sicht plant der Kanton die Förderung mit knapp 40 Millionen Franken, um die Blockchainforschung weiter voranzutreiben.
Die Gründungsidee und ihre Hintergründe
Die Gründung des ZIBR basiert auf einem Gespräch, das vor mehr als vier Jahren stattfand. Zuger Finanzdirektor Heinz Tännler (SVP) betont, dass die Idee einer interdisziplinären Forschung einen neuen Akzent im Crypto Valley setzen soll. Trotz ungewisser finanzieller Perspektiven nach den ersten fünf Jahren äußerte Tännler, dass eine mögliche Verlängerung der Unterstützung nicht ausgeschlossen sei.
Ein unabhängiges Forschungsinstitut
Das ZIBR wird nicht direkt von der Universität Luzern getragen, sondern ist an diese als „An Institut“ angegliedert. Der Träger des Instituts ist ein Verein, wodurch es unabhängig agieren kann. Professor Bernhard Rütsche von der Universität Luzern hebt hervor, dass die Blockchainforschung nicht auf Auftragsforschung aus der Wirtschaft ausgerichtet ist, was die Unabhängigkeit der Ergebnisse sichert.
Führung und Entwicklungen im Crypto Valley
Alexander H. Trechsel, der Leiter des ZIBR, hebt die Möglichkeit hervor, direkt an einem Ort zu forschen, an dem zahlreiche Blockchainunternehmen ansässig sind. Dies bietet eine einzigartige Gelegenheit, umfassende Studien und Analysen durchzuführen, die für die Region und darüber hinaus von großer Bedeutung sein könnten.
Fazit: Ein Schritt in die Zukunft
Die Eröffnung des ZIBR ist ein bedeutender Schritt in die Zukunft der Blockchainforschung. Es bleibt abzuwarten, welche innovativen Ansätze und Lösungen aus den Arbeiten des Instituts hervorgehen werden. Eine nachhaltige Unterstützung durch die Region könnte dazu beitragen, Zug als ein Zentrum für technologische Innovationen weiter zu etablieren.
