Migrant aus Myanmar stirbt bei Flucht aus Einwanderungsgefängnis
Ein unbekannter Migrant aus Myanmar kam am späten Donnerstag bei einem Verkehrsunfall ums Leben, als er mit über hundert anderen aus einem Einwanderungsgefängnis in Malaysia floh, bestätigten Beamte.
Zweiter Ausbruch in zwei Jahren
Der Vorfall markierte den zweiten gemeldeten Ausbruch aus einem malaysischen Internierungslager in ebenso vielen Jahren. Im April 2022 waren 582 ethnische Rohingya-Flüchtlinge aus Myanmar aus einem Einwanderungsdepot im nördlichen Bundesstaat Kedah geflohen. Sechs dieser Migranten verloren ihr Leben, nachdem sie auf einer Autobahn von Fahrzeugen angefahren worden waren.
Flucht aus Einwanderungshaftanstalt Bidor
Insgesamt 131 Migranten brachen am Donnerstagabend aus der Einwanderungshaftanstalt Bidor im Bundesstaat Perak, im Westen Malaysias, aus, wie der Generaldirektor der Einwanderungsbehörde, Ruslin Jusoh, in einer Erklärung mitteilte. Einer der Migranten starb bei einem Verkehrsunfall, während nach den übrigen Flüchtlingen noch gesucht wird.
Ethnische Rohingya-Flüchtlinge als Ziel
Die Migranten, die aus dem Männerblock des Depots geflohen waren, umfassten 115 ethnische Rohingya-Flüchtlinge und 16 myanmarische Staatsangehörige anderer Ethnien, wie die staatliche Nachrichtenagentur Bernama unter Berufung auf die Polizei von Perak berichtete. Malaysia, das den Flüchtlingsstatus nicht anerkennt, ist seit langem ein beliebtes Ziel für ethnische Rohingya, die vor der Verfolgung in Myanmar oder Flüchtlingslagern in Bangladesch fliehen.
Umgang mit Flüchtlingen in Malaysia
Trotzdem hat Malaysia in den letzten Jahren Boote mit Rohingya-Flüchtlingen abgewiesen und Tausende in überfüllten Haftanstalten zusammengetrieben, um gegen illegale Migranten vorzugehen. Dieser Umgang hat international Kritik auf sich gezogen und bestehende Probleme im Umgang mit Flüchtlingen in Malaysia aufgezeigt.
