EU scheitert bei DeFi-Besteuerung: Ex-OECD warnt vor Lücke
DeFi Besteuerung EU rückt näher: Ein Ex-OECD-Insider warnt, dass der aktuelle steuerliche Vorteil von DeFi gegenüber zentralen Börsen in Europa nur ein Zeitfenster ist – mit direkten Implikationen für Strategien, Standortwahl und Exit-Planung von Krypto-Investoren.
Kurz erklärt
- Die EU setzt mit DAC8 ein neues, auf der CARF basierendes Krypto-Melde-Regime auf, das ab 2026 vor allem zentrale Börsen und Custodians trifft.
- DeFi bleibt zunächst außerhalb der DeFi Besteuerung EU, doch OECD und FATF sehen diese Lücke explizit nur als temporär.
- Bereits 48 Jurisdiktionen haben sich zur CARF-Umsetzung mit Datenaustausch bis 2027 verpflichtet – ein klares Signal gegen Standort- und Steuerarbitrage.
Was ist passiert?
Mit DAC8 übernimmt die EU die Vorgaben der CARF und zwingt regulierte Krypto-Börsen und Custodians ab 2026 zu umfassender Transaktions- und Steuerdaten-Meldung, während die DeFi Besteuerung EU vorerst nur indirekt berührt. Ein Ex-OECD-Berater stellt klar, dass dies kein Versäumnis, sondern eine bewusst gewählte Fokussierung auf klar identifizierbare Intermediäre ist.
Die Steuerarchitektur rund um CARF zieht global an: Bis zum 4. Dezember haben sich 48 Jurisdiktionen committet, ihre ersten Datenaustausche bis 2027 zu starten, was die DeFi Besteuerung EU in einen breiteren, zunehmend dichten Informationsverbund einbettet. Parallel laufen Anti-Geldwäsche-Standards der FATF, die mittelfristig definieren dürften, wann DeFi-Protokolle als meldepflichtige Intermediäre gelten.
Wer heute nur auf den temporären Vorteil einer fehlenden DeFi Besteuerung EU setzt, unterschätzt, wie schnell sich globale Steuer- und AML-Standards zusammenschalten können.
Warum das wichtig ist
Für Investoren bedeutet die DeFi Besteuerung EU in ihrer aktuellen Form vor allem eines: Die erste große Compliance-Welle trifft zentrale Börsen und Custodians, während DeFi kurzfristig als „graue Zone“ mit höherer Privatsphäre, aber steigender regulatorischer Zielscheibe fungiert. Gleichzeitig reduziert der globale Schulterschluss – mit 48 frühen CARF-Jurisdiktionen bis 2027 und insgesamt 76 bis 2029 – die Optionen für steuerliche Standortflucht deutlich.
Tax-Reporting-Frameworks wie DAC8 werden inhaltlich stark von AML-Standards beeinflusst, was die DeFi Besteuerung EU zunehmend an die FATF-Definition von VASPs koppelt. Sobald DeFi-Frontends, Admin-Keys oder zentrale Teams regulatorisch als „betreibende Instanz“ einer Plattform gelten, ist es nur ein kleiner Schritt zu direkten Meldepflichten und faktisch aufgehobenem Informationsvorteil für DeFi-Nutzer.
„DeFi ist aktuell noch aus dem Anwendungsbereich von DAC8 und CARF herausgenommen – aber sowohl OECD als auch FATF signalisieren klar, dass diese Lücke temporär ist, nicht strukturell.“
🇩🇪 Der Blick auf den DACH-Raum
Für Anleger in Deutschland, Österreich und der Schweiz ist die DeFi Besteuerung EU ein doppeltes Signal: Einerseits steigt der Druck auf zentrale Anbieter, die künftig automatisiert mit den Finanzbehörden Daten austauschen, andererseits wird der Spielraum für „Regulierungs-Shopping“ durch den globalen CARF-Rollout massiv kleiner. Wer seine Krypto-Strategie im DACH-Raum plant, sollte nicht auf dauerhafte DeFi-Nischen hoffen, sondern frühzeitig Szenarien einpreisen, in denen DeFi-Frontends, Broker und Staking-Dienstleister in ein einheitliches Melde- und Steuerregime überführt werden.
Ausblick: Was jetzt wichtig wird
In den nächsten 90 Tagen lohnt sich für aktive Anleger ein genauer Blick auf zwei Linien: Erstens, wie DACH-Börsen und internationale Exchanges ihre Onboarding- und Reporting-Prozesse im Vorfeld von DAC8 anpassen – das ist ein direkter Frühindikator, wohin sich die DeFi Besteuerung EU operativ bewegt. Zweitens, ob Regulierer im FATF-Kontext weitere Klarstellungen zu DeFi-VASPs liefern, denn hier entscheidet sich, ob heutige Protokoll-Strukturen mittelfristig in dieselben Melde- und Transparenzschienen gezwungen werden wie klassische CeFi-Anbieter.
Key Takeaways
- DAC8 setzt in der EU ein CARF-basiertes Meldesystem für Krypto durch, das ab 2026 zunächst zentrale Börsen und Custodians unter Druck setzt, während DeFi vorübergehend außen vor bleibt.
- Die DeFi Besteuerung EU ist keine vergessene Baustelle, sondern bewusst verschoben: OECD und FATF arbeiten eng verzahnt daran, DeFi-Strukturen über AML-Definitionen perspektivisch in die Pflicht zu nehmen.
- Mit 48 CARF-Jurisdiktionen, die bereits bis 2027 Datenaustausch anstreben, sinkt der Nutzen von Standort- und Steuerarbitrage für Krypto-Unternehmen und High-Net-Worth-Investoren deutlich.
- Für DACH-Anleger ist jetzt die Zeit, Exit- und Rebalancing-Strategien zu planen, bei denen die heutige steuerliche „Grauzone“ im DeFi nicht als dauerhaftes Feature, sondern als ablaufendes Zeitfenster verstanden wird – inklusive einer möglichen, später voll durchschlagenden DeFi Besteuerung EU.



