Solana verliert 68% seiner Validatoren seit 2023-Peak
Solana Dezentralisierung gerät unter Druck: Die Zahl der Validatoren fällt massiv, während Kosten steigen und große Staking-Anbieter den Markt dominieren.
Kurz erklärt
- Solana verliert 68 % seiner Validatoren seit dem Hoch 2023 – ein klares Warnsignal für die Solana Dezentralisierung.
- Kleine Betreiber kapitulieren wegen hoher Kosten und 0%-Fee-Konkurrenz großer Validatoren.
- Die Zahl aktiver Validatoren sinkt auf 795, der Nakamoto-Koeffizient fällt von 31 auf 20.
Was ist passiert?
Die Zahl der Solana-Validatoren ist von ihrem Peak bei 2.560 Nodes im März 2023 auf nur noch 795 abgestürzt, was eine zentrale Kennzahl für die Solana Dezentralisierung massiv verschlechtert. Damit haben sich innerhalb von drei Jahren rund zwei Drittel der Validatoren verabschiedet.
Ein Teil dieser Bereinigung betrifft zwar inaktive „Zombie“-Nodes, doch vor allem kleinere Validatoren geben wegen steigender Betriebskosten und 0%-Fee-Konkurrenz großer Anbieter auf, was die Solana Dezentralisierung strukturell schwächt.
Besonders kritisch: Allein für Voting-Gebühren müssen Validatoren laut Agave-Dokumentation mit rund 401 SOL pro Jahr rechnen, was bei aktuellen Preisen einer Mindestinvestition von etwa 49.000 US-Dollar in SOL für das erste Jahr entspricht und damit eine immer höhere Eintrittsbarriere für die Solana Dezentralisierung schafft.
Wenn Dezentralisierung zur unbezahlten Wohltätigkeit für Kleinbetreiber wird, gehört die Zukunft der Netzwerksicherheit zwangsläufig den kapitalkräftigsten Playern.
Warum das wichtig ist
Parallel zum Validator-Rückgang ist der Solana-Nakamoto-Koeffizient von 31 auf 20 gefallen, was bedeutet, dass immer weniger unabhängige Entitäten nötig sind, um das Netzwerk zu kontrollieren – ein direkter Rückschlag für jede robuste Solana Dezentralisierung.
Große Validatoren mit 0%-Fees ziehen Staking-Volumen an sich, während kleinere Betreiber mangels Profitabilität abschalten, wodurch sich die Staking-Power konzentriert und die Solana Dezentralisierung zunehmend zur Fassade zu werden droht.
„Wir haben mit dem Validieren begonnen, um die Dezentralisierung zu unterstützen. Aber ohne wirtschaftliche Tragfähigkeit wird Dezentralisierung zur Wohltätigkeit.“
🇩🇪 Der Blick auf den DACH-Raum
Für Investoren aus Deutschland, Österreich und der Schweiz verschiebt sich das Chance-Risiko-Profil von Solana: Technologisch stark, aber mit zunehmenden Fragezeichen bei der Solana Dezentralisierung. Wer SOL hält oder staked – etwa über lokale Neobroker oder spezialisierte Staking-Provider – muss genauer hinsehen, bei wem die eigene Delegation landet.
Regulatorische Entwicklungen wie MiCA und steuerliche Rahmenbedingungen geben zwar mehr Klarheit, ändern aber nichts daran, dass eine sinkende Netzwerkkonzentration im Worst Case zu höheren Smart-Contract-, Slashing- und Governance-Risiken führen kann.
Ausblick: Was jetzt wichtig wird
In den nächsten 90 Tagen sollten Anleger beobachten, ob der Trend bei Validatoren und Nakamoto-Koeffizient weiter nach unten zeigt oder sich stabilisiert – denn eine anhaltende Erosion der Solana Dezentralisierung könnte mittelfristig Bewertungsabschläge nach sich ziehen.
Wichtig wird außerdem, ob Solana Foundation und große Validatoren Anreizmodelle oder Fee-Strukturen anpassen, um wieder mehr kleinere Betreiber in das Ökosystem zu holen und die Solana Dezentralisierung breiter abzustützen.
Key Takeaways
- Solana verliert 68 % seiner Validatoren seit 2023, die Zahl fällt auf 795 – ein klares Stresssignal für die Solana Dezentralisierung und die Verteilung der Netzwerksicherheit.
- Hohe Betriebskosten von rund 401 SOL pro Jahr nur für Voting-Fees und 0%-Fee-Konkurrenz großer Player verdrängen kleinere Validatoren vom Markt.
- Der Nakamoto-Koeffizient sinkt von 31 auf 20, was eine stärkere Machtkonzentration bedeutet und die Solana Dezentralisierung strukturell schwächt.
- DACH-Investoren sollten in den kommenden Monaten besonders auf Validator-Struktur, Staking-Delegation und mögliche Reaktionen der Solana-Foundation achten, bevor sie ihr Exposure in SOL erhöhen.



