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Step Finance verliert 27M$ nach Treasury-Hack: STEP crasht 90%

Der Begriff DeFi Hack bekommt mit dem massiven Treasury-Angriff auf Step Finance auf Solana eine neue Dimension und sendet ein klares Warnsignal an Krypto-Investoren im Bullenmarkt.

Kurz erklärt

  • Was: Treasury-Wallets von Step Finance auf Solana wurden kompromittiert, STEP-Token bricht um über 90 % ein.
  • Wer: Solana-DeFi-Projekt Step Finance, Betreiber von SolanaFloor und Organisator der Solana Crossroads Konferenz.
  • Daten: Rund 261.854 SOL (ca. 27,2 Mio. Dollar) unstaked und verschoben, STEP bei etwa 0,001578 Dollar (-93,3 %).

Was ist passiert?

Step Finance meldete in den APAC-Stunden einen gezielten DeFi Hack auf mehrere Treasury-Wallets, der über einen „well known attack vector“ lief, ohne Details zur genauen Schwachstelle zu nennen. Laut CertiK wurden dabei rund 261.854 SOL im Wert von etwa 27,2 Mio. Dollar unstaked und auf andere Adressen verschoben, was den Vertrauensschock im Solana-DeFi-Ökosystem und die Angst vor weiteren DeFi Hacks unmittelbar befeuerte.

Dieser Vorfall zeigt, wie schnell ein einzelner DeFi Hack selbst etablierte Protokolle in eine existenzielle Vertrauenskrise stürzen und Governance-Token in Sekundenbruchteilen entwerten kann.

Warum das wichtig ist

Der Kurs des STEP-Governance-Tokens stürzte im direkten Anschluss an den DeFi Hack laut CoinGecko um über 90 % auf rund 0,001578 Dollar ab, was die zentrale Abhängigkeit vieler DeFi-Modelle von Treasury-Sicherheit und Reputation brutal offenlegt. Branchenstimmen verweisen darauf, dass fast 80 % der Krypto-Projekte nach einem großen DeFi Hack nicht mehr vollständig zurückkommen, nicht primär wegen des Kapitalabflusses, sondern weil das Vertrauen der Nutzer und die Liquidität dauerhaft erodieren.

„Most crypto projects never recover after a major hack […] due to poor crisis response and a collapse in trust.“ – Einschätzung von Web3-Sicherheits-Experten im Kontext jüngster Groß-Exploits

🇩🇪 Der Blick auf den DACH-Raum

Für Anleger in Deutschland, Österreich und der Schweiz unterstreicht dieser DeFi Hack die Notwendigkeit strikter Risiko-Allokation in DeFi-Portfolios auf Solana und anderen Chains. Vor dem Hintergrund strenger Steuerregeln und wachsender Regulierung wie MiCA werden Sicherheitsstandards, Reaktionsgeschwindigkeit bei Vorfällen und Transparenz von Protokollen noch stärker zu entscheidenden Kriterien bei der Auswahl von Plattformen und Token.

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Ausblick: Was jetzt wichtig wird

Key Takeaways

  • Der DeFi Hack bei Step Finance mit rund 261.854 kompromittierten SOL markiert einen weiteren schweren Sicherheitsvorfall im Solana-Ökosystem und trifft direkt die Treasury-Struktur eines etablierten DeFi-Dienstleisters.
  • Der über 90%ige Einbruch des STEP-Tokens verdeutlicht, wie eng Tokenbewertung, Governance-Vertrauen und Sicherheit der Protokoll-Treasury in DeFi miteinander verknüpft sind.
  • Web3-Sicherheitsfirmen verweisen darauf, dass die meisten Projekte nach einem großen DeFi Hack nicht wegen des Kapitalverlustes, sondern wegen Vertrauens- und Liquiditätsabfluss scheitern – ein Signal für erhöhte Vorsicht bei Governance- und Treasury-zentrierten Tokens.
  • Für DACH-Investoren bleibt im 90-Tage-Horizont entscheidend, wie professionell Kommunikation, Aufklärung und mögliche Kompensations- oder Restrukturierungsmaßnahmen gehandhabt werden, bevor neue Kapitalzuflüsse in betroffene DeFi-Ökosysteme erwogen werden.

Sebastian Knell

Sebastian Knell – DeFi-Kolumnist - Sebastian analysiert dezentrale Finanzsysteme (DeFi) und erklärt, wie Blockchain-basierte Finanzlösungen funktionieren. Er hat Erfahrung im Bankwesen und Fintech und schreibt über Kreditprotokolle, automatisierte Handelsstrategien und smarte Verträge. Seine Artikel bieten klare Erklärungen für Anleger und Entwickler, die DeFi besser verstehen wollen.

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