Chinas neue Krypto-Regulierung: Ein harter Schlag für Stablecoins
Regulierung oder Kontrolle? Ein Blick auf die Auswirkungen der neuen Gesetze auf Chinas Krypto-Markt und die Finanzstabilität.

Die chinesische Regierung hat am 6. Februar 2026 durch die Zusammenarbeit von acht Regulierungsbehörden eine neue Krypto-Regulierung eingeführt, die weitreichende Auswirkungen auf die gesamte Finanzlandschaft des Landes haben könnte. Besonders betroffen sind Stablecoins, die an den Yuan gekoppelt sind, sowie die Tokenisierung realer Vermögenswerte.
Verschärfung der Krypto-Regulierung in China
Im Rahmen der neuen Mitteilung, die unter der Aufsicht der Volksbank von China (PBOC) und der China Securities Regulatory Commission (CSRC) steht, ist es ab sofort untersagt, Yuan-gekoppelte Stablecoins ohne offizielle Genehmigung auszugeben. Dies betrifft nicht nur inländische, sondern auch ausländische Unternehmen, die somit keine entsprechenden Dienstleistungen für chinesische Bürger anbieten dürfen. Diese Maßnahme zeigt Chinas Bestreben, die Kontrolle über digitale Finanzinstrumente zu straffen und Risiken in diesem Bereich zu minimieren.
Kollaps als Auslöser
Ein entscheidender Faktor, der zur Einführung dieser strengen Regulierung führte, war der Kollaps der Plattform Xinkangjia DGCX im Juni 2025. Dabei verloren etwa 2 Millionen Investoren immense Summen, insgesamt rund 13 Milliarden Yuan. Hierbei wurde der Stablecoin USDT (Tether) genutzt, was auf die Gefahren hinweist, die solcherart digitale Währungen für unbedarfte Anleger darstellen können. Diese Vorfälle haben die Bedenken der Regulierungsbehörden verstärkt, dass Stablecoins nicht in der Lage sind, die gesetzlichen Anforderungen an die Identifizierung von Kunden und die Bekämpfung von Geldwäsche zu erfüllen.
Regierung als Treiber digitaler Innovation
Parallel zur Verschärfung des Krypto-Regimes verfolgt die chinesische Regierung mit dem digitalen Yuan (E-CNY) eine ehrgeizige Strategie zur Förderung einer staatlich kontrollierten digitalen Währung. Diese Initiative soll nicht nur die Kontrolle über nationale Geldströme verstärken, sondern auch sicherstellen, dass private digitale Währungen nicht als Umgehungsinstrument genutzt werden. Der E-CNY hat bereits seit seiner Einführung eine hohe Akzeptanz erreicht und zeigt, wie China aktiv versucht, die digitale Währung auf dem globalen Markt zu etablieren.
Folgen für den Krypto-Markt
Die neuen Vorschriften belegen, wie China sich das Ziel gesetzt hat, die Nutzung von Krypto-Assets stark einzuschränken und jegliche Formen illegaler Finanzaktivitäten zu verhindern. Da die Welt der virtuellen Währungen schnelllebig ist, wird die Frage aufgeworfen, ob diese Maßnahmen wirklich effektiv sind. Historisch gesehen waren frühere Verbote oft nicht erfolgreich in der Durchsetzung, und es bleibt abzuwarten, wie die neuen Maßnahmen in der Realität umgesetzt werden. Die Fähigkeit der Behörden, diese Verbote tatsächlich durchzusetzen, wird von vielen als entscheidend für die künftige Struktur des Krypto-Marktes in China angesehen.
Schlussfolgerung: Eine neue Ära der Regulierung
Die jüngsten Entwicklungen in der chinesischen Krypto-Landschaft zeigen einen klaren Wandel hin zu strengeren Kontrollen und Regulierungen. Während die Regierung versucht, die Vorteile einer digitalen Währung zu nutzen, wird zugleich das Risiko minimiert, das von unregulierten Krypto-Assets ausgeht. Diese Strategie könnte China in eine Position bringen, in der es die Kontrolle über digitale Währungen weltweit effektiv ausübt, während das Wachstum privater Krypto-Alternativen stark eingeschränkt bleibt.



