Die britische Wettbewerbsaufsicht plant eine umfassende Untersuchung des Vodafone-Three-Deals

Umfassende Untersuchung der Fusion von Vodafone und Three UK
Die britische Wettbewerbsaufsichtsbehörde plant eine umfassende Untersuchung der 16,5 Milliarden Pfund schweren Fusion des Inlandsgeschäfts von Vodafone mit Three UK von CK Hutchison, da sie befürchtet, dass die Fusion die Wahlmöglichkeiten der Verbraucher gefährdet.
Hintergrund der Fusion
Die Wettbewerbs- und Marktaufsichtsbehörde sagte am Freitag, sie werde eine „Phase-2“-Untersuchung des Deals einleiten, durch den voraussichtlich Großbritanniens größter Mobilfunkbetreiber entstehen wird, sofern die Parteien ihre Bedenken nicht bis zum 2. April zerstreuen können. Durch den Zusammenschluss würde sich die Zahl der Betreiber im Vereinigten Königreich von vier auf drei verringern.
Bedenken der Aufsichtsbehörde
Die britische Wettbewerbsaufsichtsbehörde leitete im Januar ihre erste formelle Untersuchung der „Phase 1“ ein, nachdem sie Meinungen dazu eingeholt hatte, ob der Deal den Wettbewerb beeinträchtigen würde. Die Aufsichtsbehörde äußerte Bedenken hinsichtlich höherer Preise für Kunden und geringerer Investitionen in britische Mobilfunknetze, sollte die Fusion genehmigt werden.
Zukunftsperspektiven
Wenn die Fusion zustande kommt, wird Vodafone 51 Prozent des kombinierten Geschäfts besitzen und hat die Option, nach drei Jahren den gesamten verbleibenden Anteil zu erwerben, wenn das fusionierte Unternehmen einen Unternehmenswert von 16,5 Milliarden Pfund erreicht. Die Unternehmen planen, über einen Zeitraum von zehn Jahren 11 Milliarden Pfund in die Einführung eigenständiger 5G-Netze zu investieren.
Bedenken der Regulierungsbehörde
Die Regulierungsbehörde äußerte Bedenken hinsichtlich eines möglichen Anstiegs der Preise durch das kombinierte Unternehmen sowie der Erschwerung für virtuelle Mobilfunknetzanbieter, gute Großhandelsverträge auszuhandeln. Auch die Netzwerkfreigabeverträge mit anderen Unternehmen könnten durch die Fusion gestört werden, so die Bedenken der CMA.
Abschließende Prüfung gemäß National Security and Investment Act
Die Fusion wird auch im Rahmen des National Security and Investment Act auf mögliche Auswirkungen auf die nationale Sicherheit geprüft. Das Kabinettsbüro wies Vodafone im Januar an, Maßnahmen zu ergreifen, um das Risiko seiner strategischen Beziehungsvereinbarung mit seinem größten Anteilseigner zu mindern.
Die Untersuchung der Fusion von Vodafone und Three UK wird in den kommenden Monaten fortgesetzt, um die potenziellen Auswirkungen auf den Wettbewerb und die Verbraucher in Großbritannien sorgfältig zu bewerten.



