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Bybit-Hack: Adam Back kritisiert Komplexität der Ethereum-Transaktionen

"Wie der jüngste Sicherheitsvorfall Bybit betrifft und welche Auswirkungen er auf die Zukunft von Ethereum hat"

Auf Einen Blick

  • Bybit verlor $1,4 Milliarden an Ethereum durch einen Hack, der angeblich von der nordkoreanischen Hackergruppe Lazarus durchgeführt wurde.
  • Adam Back, CEO von Blockstream, kritisierte die Ethereum Virtual Machine (EVM) als Hauptursache für den Hack.
  • Bybit hat die Liquiditätslücke in Bezug auf Ethereum mittlerweile geschlossen.

Die Hintergründe des Hacks

Die Krypto-Exchange Bybit erlitt am Freitag einen schweren Hack, bei dem die Plattform $1,4 Milliarden an Ethereum verlor. Der Vorfall wird von vielen Experten auf die berüchtigte nordkoreanische Hackergruppe Lazarus zurückgeführt, die von der Regierung des Landes unterstützt wird. Adam Back, ein einflussreicher Cypherpunk und CEO von Blockstream, nahm auf seinem X-Account Stellung zu den Geschehnissen. Er vermutet, dass die Komplexität der Ethereum Virtual Machine (EVM) maßgeblich zu dem erfolgreichen Hack beigetragen hat.

Kritik an der Ethereum Virtual Machine

In einem Tweet erläuterte Back, dass die EVM und die damit verbundenen Ethereum-Transaktionen eine wesentliche Schwachstelle darstellten. Er äußerte, dass Hardware-Wallets, wie etwa Ledger, große Schwierigkeiten hätten, Transaktionen in diesem Blockchain-Netzwerk durchzuführen. Er erklärte: „HWW sind viel zu wenig leistungsfähig, um die Informationen zu interpretieren und die EVM überkomplexe Skripte und Zustände zu verifizieren.“ In dem spezifischen Fall von Bybit wurde versucht, $100 Millionen von einer Cold Wallet in eine Hot Wallet zu transferieren, was durch einen Blindsignierungsmechanismus nicht wie geplant verlief und die Hacker dazu befähigte, den gesamten Betrag zu stehlen.

Reaktionen der Krypto-Community

Viele Bitcoin-Maximalisten äußerten sich ironisch zu der Situation und forderten Vitalik Buterin, den Mitbegründer von Ethereum, auf, eine Rückabwicklung auf der Ethereum-Blockchain durchzuführen, um die verlorenen Gelder zurückzuerhalten. Dies erinnerte an einen früheren Vorfall im Jahr 2016, als nach dem DAO-Hack $60 Millionen in ETH gestohlen wurden, was zur Entstehung von Ethereum Classic (ETC) führte. Die Ethereum-Entwickler wiesen jedoch darauf hin, dass der Ablauf der betroffenen Transaktion aus ihrer Sicht legitim war.

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Inzwischen hat der CEO von Bybit bekannt gegeben, dass die Exchange die Liquiditätslücke in Bezug auf Ethereum vollständig geschlossen hat. Diese Bemühungen sind entscheidend, um das Vertrauen der Nutzer in die Plattform wiederherzustellen und künftige Sicherheitsrisiken zu mindern.

Fazit

Der Hack bei Bybit hebt die Herausforderungen und Risiken hervor, die mit der Nutzung von Ethereum und der EVM verbunden sind. Der Vorfall hat eine Diskussion über die Sicherheit und die Robustheit der aktuellen Infrastruktur im Kryptobereich angestoßen. Mit den ergriffenen Maßnahmen zur Schließung der Liquiditätslücke zeigt Bybit, dass die Exchange sich weiterhin bemüht, das Vertrauen ihrer Kunden zu gewinnen und mögliche Schwächen in ihren Systemen zu adressieren.

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Matteo Lazzari

Matteo Lazzari ist Blockchain-Experte und Ethereum-Enthusiast. Geboren in Italien und lange in den USA, schreibt er über Ethereum-Upgrades, Smart Contracts und wie ETH Technologie und Finanzgewinne verbindet.

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