Auf Einen Blick
- Analyst Jake Claver entwickelt einen Liquidity Index zur Bewertung digitaler Vermögenswerte.
- Die Marktkapitalisierung bietet laut Claver nur ein begrenztes Bild der Stabilität und Nützlichkeit.
- XRP muss auf $100 steigen, damit Banken es effizient nutzen können.
Einführung in den Liquidity Index
Der Finanzanalyst Jake Claver hat in den letzten zwölf Monaten einen neuen Ansatz zur Bewertung digitaler Vermögenswerte entwickelt. Sein Konzept, der Liquidity Index, besteht aus einer sechsteiligen Gleichung, die die wahre Nützlichkeit und Stabilität eines digitalen Vermögenswerts messen soll. Insbesondere bei XRP zeigt die Anwendung dieses Index interessante Ergebnisse.
Kritik an der Marktkapitalisierung
Die Marktkapitalisierung eines Vermögenswerts, die als Preis multipliziert mit der verfügbaren Menge definiert ist, gibt nur an, was der Markt derzeit für den Vermögenswert hält. Sie ist jedoch nicht aussagekräftig genug, um zu beurteilen, ob dieser Vermögenswert in der Lage ist, als Teil der globalen Finanzinfrastruktur zu fungieren. Stattdessen bewertet der Liquidity Index sechs entscheidende Faktoren: Markttiefe, Liquiditätskontinuität, Slippage-Kosten, verfügbare Menge, Abwicklungsgeschwindigkeit und Zugänglichkeit.
Die Markt-Tiefe Analogie
Zur Veranschaulichung der Markttiefe verwendet Claver eine einfache Analogie. Man kann sich den Markt von XRP wie ein Schwimmbecken vorstellen. Wenn ein großer Akteur wie JP Morgan 100 Millionen US-Dollar in XRP transferieren möchte und das „Becken“ flach ist, führt dieser Trade zu einem dramatischen Rückgang des Preises. Umgekehrt, wenn das Becken groß genug ist, bleibt der Preis stabil, selbst wenn große Trades ausgeführt werden.
Eine Lösung für Slippage-Probleme
Derzeit würde ein großer Banktransfer von 100 Millionen US-Dollar über XRP eine Slippage von etwa 10 % auslösen, was 10 Millionen US-Dollar entspricht, die während des Trades verloren gehen. Zum Vergleich: Bei traditionellen Börsen liegen die Kosten für vergleichbare Transaktionen bei unter 0,5 %. Um diesen Nachteil zu beheben, muss der Wert auf den XRP-Orderbüchern um das 20- bis 100-fache steigen.
Wachsende Nachfrage und sinkendes Angebot
Gleichzeitig schrumpft das verfügbare Angebot von XRP, während die institutionelle Nachfrage steigt. Unternehmen wie Grayscale und Franklin Templeton sichern Token in Cold Storage und ziehen sie aus dem Umlauf. Banken, die XRP als Betriebsinventar halten, lassen ihre Tokens nicht auf den Börsen. Dadurch entsteht eine klassisch ökonomische Situation: Wenn die Nachfrage steigt und das Angebot sinkt, steigen die Preise schnell.
Geschwindigkeit und Zugang als entscheidende Faktoren
XRP bietet Abwicklungszeiten von 3 bis 5 Sekunden. Im Vergleich dazu kann Bitcoin bis zu einer Stunde benötigen. Diese Geschwindigkeit ermöglicht es einem Market Maker, mit einer raschen Abwicklung substanzielle Volumina zu unterstützen. Die regulatorische Zugänglichkeit spielt ebenfalls eine bedeutende Rolle: Mit dem Inkrafttreten des GENIUS-Gesetzes im Juli 2025 haben US-Banken künftig die Möglichkeit, Kryptowährungen im großen Stil zu nutzen. Wenn das CLARITY-Gesetz verabschiedet wird, könnten Banken XRP direkt auf ihren Bilanzen halten.
Schlussfolgerung
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass XRP, um für Banken attraktiv zu werden, einen signifikanten Preisanstieg nötig hat. Der Liquidity Index von Jake Claver könnte als hilfreiches Werkzeug dienen, um die wahre Stabilität und Nützlichkeit von XRP zu bewerten. Ob und wie sich die Marktdynamik entwickelt, bleibt abzuwarten.
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