Auf Einen Blick
- Ripple hat auf den Entwurf des Crypto Market Structure Bill des U.S. Senate Banking Committee reagiert.
- Chief Legal Officer Stuart Alderoty betonte die Notwendigkeit klarer Regelungen und warnte vor regulatorischem Übergriff.
- Ripple fordert spezifische Vorschriften, um Innovationen im Kryptomarkt nicht zu behindern.
Ripple und die Kryptodebatte in Washington
Ripple hat sich in die Diskussion über Kryptowährungen in Washington eingeschaltet, indem das Unternehmen auf die Anfrage des U.S. Senate Banking Committee zur geplanten Crypto Market Structure Bill reagierte. Diese Bill wurde im Juli veröffentlicht. Chief Legal Officer Stuart Alderoty hebt hervor, dass Ripple aufgrund seiner langjährigen regulatorischen Erfahrung und der tiefen Einblicke aus dem aktuellen Rechtsstreit mit der SEC in einer einzigartigen Position sei, um an dieser Debatte teilzunehmen.
Warnungen vor Verwirrung und Übergriffsfahrten
In der Antwort warnte Ripple, dass der Entwurf der Gesetzgebung anstatt für Klarheit zu sorgen, das Risiko birgt, mehr Verwirrung zu stiften. Dies geschieht durch die Unschärfe der Grenzen zwischen der Jurisdiktion der SEC und der CFTC. Das Unternehmen forderte die Gesetzgeber auf, diese Grenzen zu klären, um einen fairen Ausgleich in der Aufsicht zu schaffen und einen „Turf War“ zu vermeiden, der die Regulierung von Kryptowährungen seit Jahren geprägt hat.
Ripple kritisierte insbesondere die Verwendung des Begriffs „ancillary assets“ in dem Gesetzentwurf. Diese Klassifizierung könnte regulatorische Übergriffe ermöglichen, wodurch bedeutende Token wie ETH, SOL und XRP fortwährend unter die Aufsicht der SEC fallen könnten, selbst wenn deren Transaktionen nichts mit dem Angebot von Wertpapieren zu tun haben. Ripple plädiert dafür, dass der Kongress den Ansatz des CLARITY Act übernimmt, der die dezentrale Natur ausgereifter Netzwerke besser widerspiegelt.
Vorschläge zur Verbesserung der regulatorischen Rahmenbedingungen
Zusätzlich hat Ripple den Vorschlag unterbreitet, dass Token, die seit fünf oder mehr Jahren auf offenen, erlaubnisfreien Netzwerken operieren, als außerhalb des Wertpapierrechts liegend betrachtet werden sollten. Diese Regelung würde etablierten Projekten Rechtssicherheit bieten und sie vor sich ändernden regulatorischen Anforderungen schützen.
Vor dem Hintergrund seiner Erfahrungen aus dem SEC-Rechtsstreit drängt Ripple auf Regelungen, die verhindern, dass die Behörde vage Formulierungen nutzt, um ihre Befugnisse auszudehnen. Sie schlagen vor, den Howey-Test für digitale Assets explizit gesetzlich zu verankern, um eine selektive Auslegung durch zukünftige SEC-Leitungen zu vermeiden.
Zudem fordert Ripple bundesweite Regelungen, die konfliktierten Landesgesetzen vorangehen, insbesondere in Bereichen wie Token-Kategorisierung, Emission von Stablecoins, Verwahrungstandards und der gesamten Marktstruktur. Diese Schritte seien entscheidend, um fragmentierte Aufsicht zu verhindern, die Innovationen im Kryptomarkt behindern könnte.
Ripple in der Diskussion um Krypto-Regulierung anerkannt
Alderoty bedankte sich bei den Senatsmitgliedern für die Möglichkeit zur Mitgestaltung und deutete an, dass Ripples Erfahrung dem Unternehmen eine besondere Stimme in der künftigen Regulierung von Kryptowährungen verleiht. Zusammenfassend betont Ripple, dass der Gesetzentwurf schärfere Definitionen, Schutzmaßnahmen gegen regulatorische Übergriffe sowie eine Anerkennung der dezentralen Realitäten von Kryptowährungen benötigt, um sowohl der Branche als auch den Investoren zu dienen.
Ein Kryptonutzer, Davei Boi, kommentierte Alderotys Beitrag und betonte, dass dies eine bedeutende Entwicklung sei. Seiner Meinung nach zeigt die Tatsache, dass die US-Regierung aktiv Informationen von Ripple einholt, die Ernsthaftigkeit des Engagements an. Er deutete an, dass bald bedeutendere Schritte folgen könnten, was auf eine vertiefte Zusammenarbeit zwischen Ripple und den Gesetzgebern hinweisen könnte.
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