Smith & Nephew strebt eine Gehaltsprämie für US-Führungskräfte gegenüber jenen in Großbritannien an

Smith & Nephew plant Gehaltserhöhungen für US-Führungskräfte
Smith & Nephew, ein Medizingeräteunternehmen im FTSE 100, plant, die Gehälter seiner US-Führungskräfte zu erhöhen, um sie näher an das amerikanische Niveau heranzuführen. Dieser Schritt wird als notwendig erachtet, da der Vorsitzende des Unternehmens die britischen Gehaltspakete als nicht langfristig tragfähig bezeichnet hat.
Hintergrund und Bedeutung der Änderungen
Das Unternehmen, das in den letzten fünf Jahren vier verschiedene Vorstandsvorsitzende hatte, veröffentlichte kürzlich eine neue Vergütungspolitik als Teil seiner Bemühungen, die hohe Fluktuation in der Führungsebene zu reduzieren. Es ist Teil eines Trends von Unternehmen, die in Großbritannien börsennotiert sind und einen erheblichen Teil ihres Umsatzes im Ausland erwirtschaften, die Gehälter ihrer Führungskräfte anzupassen.
Britisch in Listing Only
Rupert Soames, Vorsitzender von Smith & Nephew, bezeichnete einige Unternehmen als „Brilos“, was für „British in Listing Only“ steht. Diese Unternehmen sind in London gelistet, erwirtschaften jedoch nur einen kleinen Teil ihres Umsatzes in Großbritannien.
Anpassung an den US-Markt
Gemäß der neuen Politik sollen die in den USA ansässigen Führungskräfte von Smith & Nephew auf das Niveau ihrer amerikanischen Konkurrenten gebracht werden. Dies steht im Einklang mit der Tatsache, dass der Fokus des Unternehmens hauptsächlich auf dem US-Medizintechnikmarkt liegt.
Auswirkungen und Reaktionen
Die Gehaltspolitik von Smith & Nephew sorgte in der Vergangenheit für Unmut, wie der Rücktritt eines Vorstandsvorsitzenden im Jahr 2019 aufgrund von Gehaltsforderungen zeigt. Die vorgeschlagenen Änderungen werden auf der Jahreshauptversammlung des Unternehmens am 1. Mai zur Abstimmung gestellt.
Schlussfolgerung
Die Anpassung der Gehälter von US-Führungskräften bei Smith & Nephew spiegelt den sich wandelnden Trend bei in Großbritannien börsennotierten Unternehmen wider, die mit ausländischer Konkurrenz mithalten müssen. Es bleibt abzuwarten, wie die Aktionäre auf diese geplante Maßnahme reagieren werden und welche langfristigen Auswirkungen sie auf das Unternehmen haben wird.



