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Kampf um Waffenstillstand in Gaza dauert an

Vermittlungsversuche um Feuerpause im Gazastreifen

Stand: 03.03.2024 11:25 Uhr

Seit Wochen laufen Vermittlungen, um eine Feuerpause im Gazastreifen zu erreichen. Sowohl Israel als auch die Hamas zeigen sich grundsätzlich offen für Verhandlungen, erheben jedoch gegenseitige Vorwürfe. Die Gespräche gehen nun in eine weitere Runde.

Eine Woche vor Beginn des Fastenmonats Ramadan haben in Ägypten erneut Vermittlungsgespräche zur Feuerpause im Nahost-Krieg begonnen. Derzeit gibt es noch keinen Durchbruch, wie ein Palästinenser-Vertreter, der in die Angelegenheit involviert ist, gegenüber Reuters bestätigte. Auf die Frage nach einem unmittelbar bevorstehenden Deal antwortete er jedoch: „Noch nicht.“

Eine Delegation der militant-islamistischen Hamas traf in Kairo ein, um die Bedingungen für eine Feuerpause auszuloten. Auch Vertreter der USA und Katars sind vor Ort. Es bleibt jedoch unklar, ob ein Team der staatlichen Regierung ebenfalls an den Gesprächen teilnimmt.

Ein ranghoher Vertreter der US-Regierung gab bekannt, dass der Rahmen für eine mögliche Einigung feststehe und die Israelis diesen „mehr oder weniger akzeptiert“ hätten. Nun liegt es allein an der Hamas, ob eine Einigung erzielt wird.

Laut einem Hamas-Vertreter in Beirut, der nicht namentlich genannt werden wollte, gibt es noch Hindernisse auf Seiten der Hamas. Das Hauptproblem scheint das Zeitlimit für eine potenzielle Waffenruhe zu sein, wobei Israel angeblich zögert, was von der Hamas kritisiert wird.

Unterschiedliche Angaben zur Teilnahme Israels

Der Hamas-Vertreter informierte die Nachrichtenagentur dpa darüber, dass sie weiterhin in Kontakt mit den Vermittlern stehen und bestrebt sind, eine Lösung zu finden, um die Aggression gegen ihr Volk zu beenden. Eine eigene Delegation der Hamas plant, an den weiteren Vermittlungsgesprächen in Kairo teilzunehmen. Berichten zufolge werden auch Vertreter Israels vor Ort sein.

Siehe auch  In Gaza toben Bodenkämpfe, während Israel die Bombenangriffe eskaliert

Allerdings wurde am Freitagabend von „Axios“ berichtet, dass Israel nicht an den Gesprächen teilnehmen werde, solange die Hamas keine Liste der noch lebenden Geiseln vorlegt. Nach Schätzungen sind derzeit noch etwa 100 lebende Geiseln in der Gewalt der Hamas-Terroristen.

Ramadan beginnt in einer Woche

Medienberichten zufolge soll ein Vorschlag der Vermittler vor Beginn des muslimischen Fastenmonats Ramadan, der am 10. März startet, umgesetzt werden. Dabei ist eine sechswöchige Waffenruhe geplant, während der 40 russische Geiseln gegen rund 400 palästinensische Häftlinge ausgetauscht werden sollen.

Für Montag ist ein Treffen zwischen dem israelischen Minister Benny Gantz, Mitglied des Kriegskabinetts, und der US-Vizepräsidentin Kamala Harris im Weißen Haus geplant. Harris wird voraussichtlich mit Gantz über die Dringlichkeit eines Geisel-Abkommens sprechen, das eine vorübergehende Feuerpause ermöglichen würde, sowie über die Notwendigkeit von mehr Hilfsgütern für die Zivilbevölkerung in Gaza.

Die humanitäre Lage im Gazastreifen spitzt sich kontinuierlich zu. Vertreter der Vereinten Nationen warnten kürzlich im Weltsicherheitsrat vor dem drohenden Hungertod Tausender Zivilisten.

Am Samstag warfen Transportflugzeuge des US-Militärs etwa 38.000 Mahlzeiten ab, was als gemeinsame Aktion mit der jordanischen Luftwaffe durchgeführt wurde. Es sind weitere Einsätze geplant.

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