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Russland sucht mehr Vertragssoldaten

Russland bereitet sich darauf vor, weitere Vertragssoldaten anzuwerben, während es seine Invasion in der Ukraine vorantreibt, um – zumindest vorerst – eine weitere Masseneinberufung zu vermeiden und die Unterstützung der Bevölkerung für den Krieg zu erhalten. Der Kreml plant, die Mobilisierung vom September 2022 nicht zu wiederholen, um das Vertrauen der Öffentlichkeit nicht zu untergraben. Mit einem möglichen Zuwachs von bis zu 30.000 neuen Rekruten pro Monat könnte Russland die Armee in diesem Jahr um insgesamt 300.000 Mann verstärken, so Ruslan Puchow, Leiter des Zentrums für Analyse von Strategien und Technologien in Moskau.

Die russische Armee rückt weiter vor, gestärkt durch ihren Munitionsvorsprung, während die ukrainischen Streitkräfte aufgrund von Verzögerungen bei der US-amerikanischen und europäischen Militärhilfe sowie Personalmangel zu kämpfen haben. Russland setzt auf einen schrittweisen Zustrom neuer Truppen, um Verluste auszugleichen und eine zahlenmäßige Stärke aufzubauen, anstatt einfach 300.000 Mann gleichzeitig einzuberufen. Die Sorge wächst, dass Russland in den kommenden Wochen große Fortschritte macht, indem es die überlasteten ukrainischen Linien durchbricht und sich seinen nächsten Zielen in der Ukraine nähert.

Um ihre Streitkräfte aufzustocken, verabschiedeten die Gesetzgeber in Kiew eine abgeschwächte Version eines umstrittenen Gesetzes zur Rekrutierung weiterer Truppen. Russland plant, die Streitkräfte von derzeit 1,15 Millionen auf 1,5 Millionen zu erweitern, von denen 650.000 Kampferfahrung in der Ukraine hatten, so Verteidigungsminister Sergej Schoigu. Die bevorstehende russische Offensive zeichnet sich durch einen Vorsprung bei Artillerie und Munition sowie eine Überlegenheit an Menschen aus, verstärkt durch moderne Waffen.

Die russischen Behörden nutzen großzügige finanzielle Anreize, um Menschen für den Krieg zu gewinnen. Die regionalen Auszahlungen an neue Vertragssoldaten sind seit Jahresbeginn um 40 Prozent gestiegen. Russland versucht, eine neue Mobilisierung zu vermeiden, solange es die Möglichkeit dazu hat. Präsident Wladimir Putin trägt letztendlich die Entscheidung, ob eine Einberufung erfolgen wird. Die Armeeführung muss derzeit teilweise auf aktuelle Wehrpflichtige zurückgreifen und versucht, diese zur Unterzeichnung von Verträgen zu bewegen. Einige Wehrpflichtige klagen über psychischen und physischen Druck, um sie zur Unterzeichnung von Verträgen zu drängen, wie von der Organisation Idite Lesom berichtet.

Siehe auch  Russland zieht Soldaten aus Berg-Karabach ab

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