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„Stiller Streik“ zum Jahrestag des Putschversuchs in Myanmar

Myanmar: Stiller Streik gegen Militärputsch

Am Donnerstag, dem dritten Jahrestag des Militärputsches in Myanmar, führten Gegner des Militärregimes einen "stillen Streik" durch, um gegen die anhaltende Herrschaft des Militärs zu protestieren. Der Putsch im Jahr 2021 stürzte die gewählte Regierung der zivilen Führerin Aung San Suu Kyi und führte zu anhaltenden Konflikten zwischen dem Militär und demokratiefreundlichen Widerstandsgruppen sowie Milizen ethnischer Minderheiten.

Der stille Streik

Als der Streik um 10 Uhr begann, war in der Stadt Yangon wenig Verkehr zu verzeichnen und nur wenige Menschen waren auf den Straßen unterwegs, da die Demonstranten die Öffentlichkeit gebeten hatten, zu Hause zu bleiben. Ein 17-jähriger Gymnasiast, der bereits bei Anti-Militär-Demonstrationen verhaftet wurde, betonte, dass der stille Streik die einzige Möglichkeit sei, um seinen Protest zum Ausdruck zu bringen.

Hintergrund des Putsches

Der Militärputsch fand am 1. Februar 2021 statt, nachdem das Militär behauptete, dass es bei den Parlamentswahlen 2020 zu weit verbreitetem Wahlbetrug gekommen sei. Aung San Suu Kyi wurde festgenommen und zu einer Haftstrafe von 33 Jahren verurteilt, die später auf 27 Jahre verkürzt wurde. Die jüngste Verlängerung des Ausnahmezustands hat die Frist für die Wiederherstellung der Zivilherrschaft auf den 1. Februar nächsten Jahres verschoben.

Internationale Proteste

Der Widerstand gegen das Militärregime fand nicht nur in Myanmar statt, sondern auch im Ausland. In Bangkok demonstrierten Hunderte von Menschen vor dem Hauptquartier der Vereinten Nationen und in Tokio nahmen Mitglieder der myanmarischen Diaspora und hochrangige Mitglieder der Regierung der Nationalen Einheit (NUG) teil.

Verurteilung des Militärregimes

Die USA, sieben weitere Länder und die Europäische Union verurteilten die anhaltenden Gräueltaten des Militärregimes und forderten das Militär auf, die Gewalt gegen Zivilisten zu beenden und politische Gefangene freizulassen.

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Eskalation des Widerstands

Der Widerstand gegen die Militärherrschaft wurde durch eine koordinierte Offensive von drei Rebellengruppen ethnischer Minderheiten verschärft, die Hunderte von Armeeaußenposten eingenommen und strategisch wichtige Städte in der nördlichen Region des Landes eingenommen haben.

Opfer des Widerstands

Laut einer in Thailand ansässigen Aktivistengruppe wurden in den letzten drei Jahren mehr als 4.400 Putschgegner getötet, über 25.900 verhaftet und fast 20.000 bleiben noch inhaftiert.

Insgesamt zeigt die anhaltende Konfrontation zwischen dem Militärregime und dem Widerstand, dass die politische Unsicherheit in Myanmar weiterhin akut ist und die internationale Gemeinschaft weiterhin auf eine friedliche Lösung des Konflikts drängt.

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