Tesla-Boykott: Kritik an Musk beim Super Bowl kostet ein Vermögen

Tech-Unternehmer ruft zum Tesla-Boykott auf
Ein teurer Appell während des Super Bowl
Am Montag, den 12. Februar 2024, berichtete die „Washington Post“ über einen ungewöhnlichen Boykottaufruf gegen Tesla während des Super Bowl. Der Technologie-Unternehmer Dan O’Dowd aus Kalifornien hat mehr als eine halbe Million Dollar investiert, um zwei Werbespots zu schalten, die zum Boykott von Tesla aufrufen. Sein Hauptanliegen ist die Kritik an Teslas Autopilot-Technologie und die Forderung nach deren Deaktivierung unter bestimmten Bedingungen.
Kritik an Teslas Autopilot-Technologie
Die Werbespots, die während des Super Bowl ausgestrahlt werden sollten, zeigen laut O’Dowd tödliche und schwere Unfälle, die mit Tesla-Fahrzeugen passiert sind. Ein Spot verdeutlicht dies, indem Teslas über kindergroße Puppen fahren. O’Dowd argumentiert, dass Tesla den Autopiloten auf Straßen, die als unsicher eingestuft werden, deaktivieren sollte. Er leitet das Dawn-Projekt, eine Gruppe, die ein Verbot der Fahrerassistenztechnologie von Tesla fordert. O’Dowd ist auch Gründer von Green Hills Software, einem Unternehmen, das Betriebssysteme für Autos und Flugzeuge entwickelt.
Tesla und die Reaktion auf die Kritik
Bisher hat Tesla nicht auf die Kritik reagiert. Das Unternehmen und CEO Elon Musk betonen weiterhin, dass ihre Software von einem vollständig aufmerksamen Fahrer verwendet werden sollte. O’Dowd hingegen ist überzeugt, dass die Öffentlichkeit diese Systeme verbieten würde, wenn sie die volle Wahrheit darüber kennen würden.
Ausstrahlung und Reaktion
Die Anzeigen wurden in DC, Kalifornien, Delaware und Michigan ausgestrahlt. Die Kritik an Tesla kommt zu einem Zeitpunkt, an dem das Unternehmen unter Druck steht, aufgrund von Bedenken über stagnierende Umsätze und Sorgen um die Fähigkeit, die lang versprochene „Full Self-Driving“ Technologie zu liefern.
Die Forderung nach einem Tesla-Boykott hat somit eine breite mediale Aufmerksamkeit erlangt und wird sicherlich weiterhin kontrovers diskutiert werden. Tesla wird sich mit den Vorwürfen auseinandersetzen müssen und darauf reagieren müssen, um das Vertrauen der Öffentlichkeit zu erhalten.



