Bipartisan Ansatz: Demokraten und Republikaner arbeiten an Krypto-Gesetz
„Wie die Demokraten ihre Prioritäten für den digitalen Vermögensmarkt setzen und welche Bedenken bleiben“

In einem bemerkenswerten Schritt haben eine Gruppe von demokratischen Senatoren Signale gesendet, dass sie bereit sind, mit ihren republikanischen Kollegen zusammenzuarbeiten, um eine Gesetzgebung zur Schaffung eines Rahmens für den Markt digitaler Vermögenswerte voranzutreiben.
Kooperation über Parteigrenzen hinweg
Am Freitag veröffentlichten 12 Demokraten, darunter Mitglieder des Bank- und Agrarausschusses des Senats, eine Erklärung kurz vor der bevorstehenden Abstimmung über ein von den Republikanern vorangetriebenes Gesetz zur Marktstruktur für Kryptowährungen. „Wir hoffen, dass unsere republikanischen Kollegen einem bipartisanen Prozess zustimmen, wie es für Gesetzgebungen dieser Größenordnung üblich ist“, hieß es in der Erklärung.
Schutzmaßnahmen als zentraler Punkt
Die Demokraten formulierten vor etwa zwei Wochen „sieben zentrale Säulen“ für das Marktstrukturgesetz. Darunter waren Vorschläge zum Schutz vor illegalen Finanztransaktionen und das Schließen von Lücken im Spotmarkt für digitale Vermögenswerte, die nicht als Wertpapiere betrachtet werden. Darüber hinaus forderten sie die Republikaner dazu auf, sich für die Verhinderung von Korruption und Missbrauch starkzumachen.
Die Rolle der Republikaner
Obwohl die Republikaner eine Mehrheit in beiden Häusern des Kongresses haben, könnten sie dennoch auf einige Stimmen von Demokraten angewiesen sein, um das Gesetz zu verabschieden. In der letzten Woche trafen sich mehrere Führungskräfte aus der Kryptowährungsbranche, darunter Brian Armstrong, CEO von Coinbase, mit republikanischen Gesetzgebern, um über mögliche Wege zur Gesetzgebung zu diskutieren.
Diskussionen über die nächsten Schritte
Die republikanische Führung im Senat hat signalisiert, dass sie auf der im Juli verabschiedeten Marktstrukturgesetzgebung im Repräsentantenhaus aufbauen möchte. Der tentativ als Responsible Financial Innovation Act bezeichnete Gesetzesentwurf wird voraussichtlich bis Ende September im Ausschuss für Banken zur Abstimmung stehen. Senatorin Cynthia Lummis aus Wyoming erwartet, dass der Entwurf in den Bank- und Agrarausschüssen geprüft wird, bevor er bis Ende des Jahres zur Abstimmung auf dem Boden des Senats kommt.
Der Einfluss von Elizabeth Warren
Eine prominente Stimme, die sich von dieser Bewegung distanziert hat, ist die Senatorin Elizabeth Warren aus Massachusetts. Sie war nicht bereit, die Erklärung der anderen demokratischen Gesetzgeber zu unterzeichnen und betonte in einem Interview während der Augustpause, dass sie zwar eine Regulierung digitaler Vermögenswerte für notwendig hält, jedoch keine Gesetzgebung unterstützen kann, die „von der Krypto-Industrie geschrieben wurde“.
Mit diesem Vorstoß zeigen die Demokraten, dass sie die Bedeutung einer klaren und gerechten Regulierung im Bereich digitaler Vermögenswerte erkennen. Dies könnte einen Wendepunkt für die zukünftige Gesetzgebung in den USA darstellen, besonders in einem Sektor, der weiterhin in der Kritik steht und sich rasant entwickelt.
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