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DePIN trotzt 94%-Crash: 10-Mrd.-Sektor mit 72M Onchain-Revenue

Der DePIN Sektor rückt ins Rampenlicht: Messari identifiziert einen 10-Milliarden-Dollar-Markt mit wachsenden Onchain-Erlösen – ein mögliches Frühsignal für Krypto Bullen, die nach realem Cashflow suchen.

Kurz erklärt

  • Messari stuft DePIN trotz massiver Token-Verluste als 10-Milliarden-Dollar-Markt mit resilienten Einnahmen ein.
  • Fokus auf Netzwerke mit realer Nutzung in Bandbreite, Compute, Energie und Sensordaten statt bloßer Spekulation.
  • Rund 72 Millionen Dollar Onchain-Umsatz 2025 und etwa 1 Milliarde Dollar frisches Kapital unterstreichen den Investment-Case.

Was ist passiert?

Messari und Escape Velocity veröffentlichen den Bericht „State of DePIN 2025“, der den DePIN Sektor als rund 10-Milliarden-Dollar-Markt mit 72 Millionen Dollar Onchain-Umsatz im Jahr 2025 ausweist. Dieser DePIN Sektor wächst, obwohl viele Token der Jahrgänge 2018–2022 um 94–99 % von ihren Allzeithochs gefallen sind.

Messari zeigt, dass führende Projekte im DePIN Sektor inzwischen wiederkehrende Einnahmen generieren und mit 10- bis 25-fachen Umsatzmultiples gehandelt werden. Parallel flossen im vergangenen Jahr etwa 1 Milliarde Dollar an Funding in diesen Bereich – ein Rekordwert und deutlich mehr als die 698 Millionen Dollar aus 2024.

Der DePIN Sektor entwickelt sich leise von der spekulativen Token-Story zur Infrastruktur-Erzählung mit belastbaren Cashflows – genau dort, wo neue Krypto Zyklen oft ihren Ursprung haben.

Warum das wichtig ist

Der Bericht zeigt, dass der DePIN Sektor im aktuellen Bärenmarkt widerstandsfähiger ist als DeFi und Layer-1-Chains: Während Token wie Helium und GEODNET zwischen Dezember 2024 und Dezember 2025 stark an Preis verloren, stieg ihr Onchain-Umsatz im selben Zeitraum teils um das Achtfache. Für Anleger deutet der DePIN Sektor damit auf ein mögliches Bewertungsdelta zwischen Tokenpreis und Fundamentaldaten hin.

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Messari argumentiert, dass die stärksten Projekte im DePIN Sektor inzwischen eher wie nächste Generation von Infrastruktur-Playern für Bandbreite, Storage, Compute und Sensorik aussehen, gleichzeitig aber so bepreist sind, als hätten sie kaum Überlebenschancen. Gerade die Verbindung von InfraFi-Modellen mit realen Cashflows aus GPU-Flotten, Energie- oder Bandbreiten-Infrastruktur könnte den DePIN Sektor in den kommenden Zyklen strukturell vom übrigen Markt abkoppeln.

„Erfolg zeigt sich im DePIN Sektor zuerst in Nutzung und Cashflow, nicht in spekulativer Preisaktion.“ – Markus Levin, XYO-Mitgründer

🇩🇪 Der Blick auf den DACH-Raum

Für Anleger im DACH-Raum eröffnet der DePIN Sektor einen Zugang zu Krypto-Projekten mit messbaren Umsätzen, die sich leichter in traditionelle Bewertungslogiken einordnen lassen. In einem Umfeld wachsender Regulierung – von MiCA über strengere Krypto-Steuerpraxis bis hin zu Bank- und Broker-Lösungen – können DePIN- und InfraFi-Modelle eine Brücke zwischen klassischem Infrastruktur-Investment und Onchain-Yield bilden.

Gerade für deutsche, österreichische und Schweizer Investoren, die an reale Assets, Cashflows und sektorale Diversifikation gewöhnt sind, kann der DePIN Sektor langfristig eine Ergänzung zu reinen Layer-1- oder DeFi-Wetten darstellen. Entscheidend wird sein, ob lokale Anbieter und Neo-Broker künftig regulierte Zugänge zu führenden DePIN Tokens und zu InfraFi-Produkten wie USDai oder ähnlichen Strukturen anbieten.

Ausblick: Was jetzt wichtig wird

In den nächsten 90 Tagen sollten Anleger im DePIN Sektor besonders auf die Entwicklung der Onchain-Umsätze und die Stabilität der Revenue-Multiples der führenden Projekte achten. Steigende Nutzung bei weiter gedrückten Tokenpreisen würde die These eines strukturell unterbewerteten DePIN Sektors stützen.

Ebenfalls im Fokus: die weitere Expansion von InfraFi-Modellen wie USDai, Daylight und Dawn, die bereits hunderte Millionen Dollar an Stablecoins in reale Infrastruktur wie GPU-Flotten lenken. Gelingt es dem DePIN Sektor, diese Kapitalströme zu halten und zu skalieren, könnte er sich im kommenden Zyklus als einer der wenigen Krypto-Bereiche etablieren, in dem reales Wachstum und Tokenbewertung zunehmend auseinanderlaufen – eine Chance für Anleger, die früh auf Fundamentaldaten schauen.

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Key Takeaways

  • Messari sieht den DePIN Sektor als rund 10-Milliarden-Dollar-Markt mit 72 Millionen Dollar Onchain-Umsatz 2025 – trotz 94–99 % Drawdown bei vielen älteren Tokens.
  • Führende Projekte im DePIN Sektor erwirtschaften wiederkehrende Einnahmen, handeln bei 10–25x Umsatz und zeigen robustere Revenue-Profile als DeFi und Layer-1s.
  • InfraFi-Modelle leiten Stablecoins in reale Infrastruktur wie GPUs, Energie und Bandbreite und könnten den DePIN Sektor zu einem eigenständigen Investmentnarrativ machen.
  • Für DACH-Anleger bietet der DePIN Sektor die seltene Kombination aus realwirtschaftlicher Nutzung, Onchain-Cashflow und potenziell unterbewerteten Tokenstrukturen – mit entsprechendem Chancen- und Risikoprofil.

Sebastian Knell

Sebastian Knell – DeFi-Kolumnist - Sebastian analysiert dezentrale Finanzsysteme (DeFi) und erklärt, wie Blockchain-basierte Finanzlösungen funktionieren. Er hat Erfahrung im Bankwesen und Fintech und schreibt über Kreditprotokolle, automatisierte Handelsstrategien und smarte Verträge. Seine Artikel bieten klare Erklärungen für Anleger und Entwickler, die DeFi besser verstehen wollen.

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