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Globale Regulierung von Kryptowährungen: FATF definiert neue Standards

Neue Maßstäbe für die Krypto-Welt: Wie FATF-Richtlinien die Zukunft der Regulierung gestalten und was das für Investoren bedeutet.

Die Regulierung von Kryptowährungen gewinnt zunehmend an Bedeutung und orientiert sich immer mehr an globalen Standards. Aktuell haben 73 % der berechtigten Jurisdiktionen Gesetze verabschiedet, um die Travel Rule der Financial Action Task Force (FATF) umzusetzen. Dieser Schritt ist eine Reaktion auf die Notwendigkeit, Finanztransaktionen im digitalen Raum genauso transparent zu gestalten wie im traditionellen Finanzsektor.

Globale Bedeutung der FATF-Regulierungen

Die FATF hat ein klares Ziel: Kryptowährungen und deren Nutzung zur Geldwäsche bzw. zur Finanzierung von Terrorismus in Einklang mit bestehenden Anti-Geldwäsche (AML) und Anti-Terror-Finanzierungs (CFT) Standards zu bringen. Wichtige Akteure wie Nordkorea nutzen Kryptowährungen zunehmend für illegale Finanzierungen, was die Dringlichkeit dieser Regulierung unterstreicht.

FATF im Kontext internationaler Marktverschiebungen

Immer mehr Jurisdiktionen, vor allem im Nahen Osten und in Nordafrika, neigen dazu, restriktive Maßnahmen gegenüber Kryptowährungen zu ergreifen. Die FATF warnt jedoch, dass das totale Verbot von Kryptowährungen nicht die Lösung ist. Länder, die sich entscheiden, den digitalen Raum vollständig zu verbannen, verlieren Kontrolle und Transparenz über Finanzströme.

Die Rolle von Stablecoins und DeFi

Stablecoins und dezentralisierte Finanzen (DeFi) stehen ebenfalls im Fokus der FATF. Insbesondere Stablecoins sind ein heißes Thema, da Berichte darauf hinweisen, dass ein erheblicher Teil illegaler Transaktionen in Stablecoins abgewickelt wird. Zwischen Mai 2024 und 2025 wurden im Bereich Stablecoins Volumina von 30 Billionen Dollar registriert, wobei der USDT auf dem Tron-Netzwerk als bevorzugtes Zahlungsmittel von kriminellen Akteuren gilt.

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Schlüsselakteure und deren Compliance

Von 138 Jurisdiktionen hat bisher nur eine, die Bahamas, die vollständige Compliance mit der Travel Rule erreicht. Die regulatorischen Anforderungen, wie die Lizenzierung oder Registrierung von virtuellen Vermögenswertdienstleistern (VASPs), wurden inzwischen in vielen Ländern erlassen. Dies verstärkt den Wettbewerb unter den Finanzzentren weltweit, wobei Singapore, Dubai und Hongkong um den Titel „Krypto-Hub“ kämpfen.

Fazit: Die Zukunft der Krypto-Regulierung

Die FATF hat klare Anzeichen gezeigt, wie sich die Regulierung von Kryptowährungen in Zukunft entwickeln könnte. Von der geplanten Veröffentlichung weiterer Dokumente zu Stablecoins und DeFi bis hin zu den Anstrengungen, die laufenden Trends zu berücksichtigen, wird die FATF zu einem zentralen Punkt, an dem sich zukünftige Marktregulierungen orientieren. Daher ist es für Länder entscheidend, sich in die globale Diskussion einzubringen, um wirtschaftliche Isolation zu vermeiden.

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Sebastian Knell

Sebastian Knell – DeFi-Kolumnist - Sebastian analysiert dezentrale Finanzsysteme (DeFi) und erklärt, wie Blockchain-basierte Finanzlösungen funktionieren. Er hat Erfahrung im Bankwesen und Fintech und schreibt über Kreditprotokolle, automatisierte Handelsstrategien und smarte Verträge. Seine Artikel bieten klare Erklärungen für Anleger und Entwickler, die DeFi besser verstehen wollen.

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