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Hyper Foundation stößt Validator-Abstimmung für HYPE-Token an

"Wie eine Abstimmung die Transparenz und Zukunft von HYPE-Token in der Hyperliquid-Protokollstruktur beeinflussen könnte"

Neuer Ansatz zur Regulierung von HYPE-Token im Hyperliquid-Protokoll

Die Hyper Foundation hat ein bedeutendes Anliegen bezüglich der HYPE-Token im Hyperliquid-Protokoll erhoben. Über eine Abstimmung unter den Validatoren soll festgelegt werden, dass die HYPE-Token, die im Assistance Fund des Protokolls gespeichert sind, als dauerhaft unzugänglich betrachtet werden. Dies würde bedeuten, dass diese Token nicht mehr in der zirkulierenden oder der Gesamtmenge der HYPE-Token gezählt werden.

Mechanismus des Assistance Fund

Der Assistance Fund stellt einen mechanischen Bestandteil des Protokolls dar, der in das Layer-1-Netzwerk integriert ist. Er wandelt automatisch Handelsgebühren in HYPE-Token um und leitet diese an eine spezielle Systemadresse weiter. Derzeit sind in dieser Wallet etwa $1 Milliarde an Tokens vorhanden. Es gibt jedoch keine Kontrollmechanismen für diese Adresse, was bedeutet, dass die Gelder ohne einen Hard Fork nicht zurückgeholt werden können.

Auswirkungen auf die Gemeinschaft und Investoren

Die Abgrenzung zwischen „geburnten“ Tokens und echten Beständen ist für die Community von essenzieller Bedeutung. Native Markets, der Anbieter der Hyperliquid-eigenen Stablecoin USDH, stellte klar, dass 50% der Erträge aus den Reserven des Stablecoins in den Assistance Fund umgeleitet werden. Sollte die Gültigkeit des Vorschlags durch die Validatoren anerkannt werden, würden diese Beiträge als verbrannt betrachtet. Dies könnte das Vertrauen der Investoren stärken, da mehr Klarheit über die Token-Produktion und -Zuteilung geschaffen wird.

Bedeutung für institutionelle Investoren

Das Interesse institutioneller Anleger am Hyperliquid-Protokoll hat in letzter Zeit zugenommen, insbesondere aufgrund seines gebührenbasierten Modells, das eine hohe Rückführung von Gebühren an die Tokenhalter verspricht. Laut der Finanzdienstleistungsfirma Cantor Fitzgerald hat Hyperliquid bis Mitte 2025 etwa $874 Millionen an Gebühren generiert, wobei 99% dieser Gebühren über den Assistance Fund zurückfließen.

Siehe auch  Der Wettlauf um die USDH-Token: Wer wird der nächste Stablecoin-Marktführer?

Fazit: Transparente Token-Verwaltung im Hyperliquid-Protokoll

Die geplante Abstimmung bietet die Möglichkeit, die Angebotskennzahlen des Protokolls klarer mit dessen Design zu verbinden. Weder wird das Angebot reduziert, noch entsteht eine künstliche Verknappung; vielmehr wird die Handhabung der gebührenbasierten Tokens für die zukünftige Governance formalisiert. Dieser Schritt kann als wichtiger Beitrag zur Schaffung von Nachhaltigkeit und Vertrauen innerhalb des Hyperliquid-Ökosystems angesehen werden.

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Sebastian Knell

Sebastian Knell – DeFi-Kolumnist - Sebastian analysiert dezentrale Finanzsysteme (DeFi) und erklärt, wie Blockchain-basierte Finanzlösungen funktionieren. Er hat Erfahrung im Bankwesen und Fintech und schreibt über Kreditprotokolle, automatisierte Handelsstrategien und smarte Verträge. Seine Artikel bieten klare Erklärungen für Anleger und Entwickler, die DeFi besser verstehen wollen.

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