Krypto-Transaktionen: Neue Steuererhebung ab 2026 in 48 Ländern
"Ein Blick auf die globalen Veränderungen: Was bedeutet der CARF für Anleger und staatliche Kontrolle?"

In einer bedeutenden Entwicklung für die Krypto-Industrie wird in diesem Jahr in 48 Ländern der Welt eine umfassende Erfassung von Transaktionsdaten für steuerliche Zwecke eingeleitet. Dies geschieht im Rahmen des neu eingeführten Crypto-Asset Reporting Framework (CARF), das für mehr Transparenz im Umgang mit digitalen Vermögenswerten sorgen soll.
Der Aufbruch zu mehr steuerlicher Transparenz
Bereits ab dem 1. Januar 2023 sind Krypto-Dienstleister in den teilnehmenden Jurisdiktionen, darunter sowohl zentralisierte als auch bestimmte dezentralisierte Börsen, Krypto-Geldautomaten sowie Broker und Händler, verpflichtet, relevante Transaktionsdaten zu erfassen. Diese Maßnahme ist eine direkte Antwort auf den weltweiten Druck, Steuerhinterziehung und Geldwäsche effektiver zu bekämpfen.
Die umfassende Vision von CARF
Das CARF, ein internationales Transparenzframework, wurde von der OECD entwickelt und tritt offiziell im Jahr 2027 in Kraft. Der Rahmen zielt darauf ab, sicherzustellen, dass Steuerzahler ihren Verpflichtungen nachkommen, unabhängig davon, wo sie ihre Krypto-Transaktionen durchführen. Durch die Einführung dieser Regelungen erhoffen sich die Länder ein besseres Verständnis über die Durchsetzung von Steuervorschriften im digitalen Raum.
Ein Schritt zur globalen Zusammenarbeit
Die OECD hat in einer Aktualisierung im November betont, dass eine Vielzahl von Ländern bereits Gesetzgebungen verabschiedet hat, um die Erfassung von CARF-Daten zu ermöglichen. Während die ersten 48 Länder ab 2026 mit der Erfassung von Transaktionsdaten beginnen, werden weitere 27 Länder erst 2028 Daten austauschen. In dieser zweiten Gruppe befinden sich unter anderem Australien, Kanada, Mexiko und die Schweiz.
Potenziale der CARF-Daten über die Besteuerung hinaus
Obwohl die CARF-Daten primär für steuerliche Zwecke vorgesehen sind, könnten sie langfristig auch für andere Anwendungen von Bedeutung sein. Unternehmen wie TaxBit, die sich auf Krypto-Steuersoftware spezialisiert haben, weisen darauf hin, dass die gesammelten Informationen dazu genutzt werden könnten, anonymen Krypto-Besitzern auf die Spur zu kommen und Identitäten mit kriminellen Aktivitäten in Verbindung zu bringen.
Die Reaktionen aus der Branche
Die Krypto-Branche hat auf die neuen Anforderungen gemischt reagiert. Während einige die Maßnahmen als notwendigen Schritt zur Regulierung begrüßen, äußern andere Bedenken hinsichtlich der Privatsphäre und des Umfangs der gesammelten Daten. Kritische Stimmen fordern eine differenzierte Herangehensweise, die sowohl steuerliche Verantwortungen als auch den Schutz der Privatsphäre der Benutzer berücksichtigt.
Insgesamt zeigt die Einführung von CARF und die damit verbundene Erfassung von Krypto-Daten, dass Regierungen weltweit entschlossen sind, mehr Kontrolle über den Krypto-Markt zu erlangen und die Transparenz in diesem noch relativ neuen Bereich zu erhöhen. Dies könnte nicht nur die finanziellen Gesamtstrukturen, sondern auch das Vertrauen in digitale Vermögenswerte langfristig stärken.
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