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Schweiz plant automatischen Austausch von Krypto-Daten ab 2026

Schweiz plant automatischen Datenaustausch über Kryptowährungen: Welche Auswirkungen hat die neue Gesetzgebung auf internationale Finanztransparenz?

In der Finanzwelt ist ein bedeutender Schritt in Richtung globaler Transparenz im Bereich der Kryptowährungen vollzogen worden. Die Schweiz plant, automatisierte Informationen über Krypto-Vermögenswerte mit 74 Partnerländern auszutauschen, darunter das Vereinigte Königreich und sämtliche Mitgliedstaaten der Europäischen Union.

Wichtigkeit der Initiative

Dieser Fortschritt, der am 6. Juni 2023 vom Schweizerischen Bundesrat angekündigt wurde, zielt darauf ab, die internationale Steuertransparenz zu fördern. Die Maßnahme wird als Teil der Bemühungen angesehen, den Finanzsektor der Schweiz zu stärken und ein faires Wettbewerbsumfeld für lokale Krypto-Unternehmen zu schaffen.

Details zum Austausch

Die vorgeschlagene Regelung sieht vor, dass die Schweiz im Rahmen des automatischen Austauschs von Informationen (AEOI) auch Daten mit den meisten G20-Staaten teilt. Ausgenommen von diesem Austausch sind jedoch die Vereinigten Staaten, Saudi-Arabien und China, wie der Schweizer Bundesrat in einem Beitrag auf X mitteilte.

Parlamentarische Diskussionen und Zeitrahmen

Das Gesetz steht derzeit im Parlament zur Diskussion. Sollte es genehmigt werden, könnte der AEOI-Rahmen für Krypto-Vermögenswerte am 1. Januar 2026 in Kraft treten, mit dem ersten Datenaustausch im Jahr 2027. Dies folgt auf den Beschluss des Bundesrates über die nationalen und internationalen rechtlichen Grundlagen der AEOI, der am 19. Februar 2025 verabschiedet wurde.

Überprüfungsmechanismen

Vor dem Datenaustausch wird der Bundesrat prüfen, ob die Partnerstaaten weiterhin die Anforderungen des Crypto-Asset Reporting Frameworks (CARF) der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) erfüllen. Dies ist entscheidend, um sicherzustellen, dass die geteilten Daten zuverlässig sind.

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Wechselseitiges Interesse

Ein weiterer wichtiger Punkt, den der Bundesrat betont, ist, dass der AEOI nur stattfinden soll, wenn auch die Partnerstaaten an einem Informationsaustausch mit der Schweiz interessiert sind. Für die erfolgreiche Umsetzung dieser Initiative muss die EU zudem die AEOI im Rahmen der achten Aktualisierung der Richtlinie über die Verwaltungskontrolle, DAC 8, implementieren.

Schlussfolgerung: Ein Schritt in die Zukunft

Die Einführung des AEOI für Krypto-Vermögenswerte wird nicht nur dazu beitragen, die Steuertransparenz zu verbessern, sondern auch die Reputation des Schweizer Finanzsektors zu stärken. Die Schweiz verfolgt damit das Ziel, sich aktiv in ein globales Netzwerk zur Regulierung von Kryptowährungen zu integrieren und steuerlich relevante Daten von Partnerstaaten zu erhalten.

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Sebastian Knell

Sebastian Knell – DeFi-Kolumnist - Sebastian analysiert dezentrale Finanzsysteme (DeFi) und erklärt, wie Blockchain-basierte Finanzlösungen funktionieren. Er hat Erfahrung im Bankwesen und Fintech und schreibt über Kreditprotokolle, automatisierte Handelsstrategien und smarte Verträge. Seine Artikel bieten klare Erklärungen für Anleger und Entwickler, die DeFi besser verstehen wollen.

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