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Solana Policy Institute contra SEC: DeFi-Entwickler vor Regulierung schützen

DeFi Regulierung USA rückt in den Fokus, nachdem das Solana Policy Institute die SEC auffordert, nicht‑verwahrende Protokolle von klassischen Börsenregeln auszunehmen – mit potenziellen Folgen für Entwickler, Tokens und Rendite-Strategien.

Kurz erklärt

  • Was: Solana Policy Institute fordert klare Trennung zwischen zentralisierten Börsen und nicht‑verwahrenden DeFi‑Protokollen.
  • Wer: US-SEC, Solana Policy Institute, DeFi‑Entwickler sowie Senatoren Cynthia Lummis und Ron Wyden.
  • Datenpunkt: Das Update vom 13. Januar 2026 unterstreicht, wie stark Fälle wie Tornado Cash die DeFi Regulierung USA prägen.

Was ist passiert?

Das Solana Policy Institute hat in einem Schreiben an die US-Börsenaufsicht SEC gefordert, nicht‑verwahrende Smart-Contract-Protokolle klar von regulierten Börsen zu unterscheiden und DeFi-Entwickler nicht als Marktintermediäre einzustufen. Im Fokus steht dabei Rule 3b-16 des Securities Exchange Act, die nach Ansicht der Organisation nicht auf reine Software ohne Verwahrfunktion angewendet werden sollte.

In dem am 13. Januar 2026 aktualisierten Beitrag wird hervorgehoben, dass rechtliche Verfahren gegen Tornado-Cash-Entwickler wie Roman Storm und Alexey Pertsev den Druck auf die DeFi Regulierung USA massiv erhöht haben. Parallel dazu arbeiten die Senatoren Lummis und Wyden mit dem Blockchain Regulatory Certainty Act daran, Entwickler, die keine Kundengelder halten, vor Geldtransfer-Regulierung zu schützen.

Die DeFi Regulierung USA steht an einem Wendepunkt, an dem sich entscheidet, ob offene Protokolle als Infrastruktur oder als regulierte Finanzintermediäre behandelt werden.

Warum das wichtig ist

Das Solana Policy Institute warnt, dass eine zu weit gefasste DeFi Regulierung USA Innovation abwürgen und Aktivität in unregulierte Offshore-Märkte verdrängen könnte. Entscheidend ist, ob die SEC bei der Definition von „Exchange“ künftig auf Verwahrung, Kontrolle und Ermessensspielräume über Kundengelder abstellt – oder ob bereits das Bereitstellen von Open-Source-Code reicht.

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Mit der vorgeschlagenen Anpassung von Rule 3b-16 und einer klaren Trennung von Software-Tools und Intermediären könnte die DeFi Regulierung USA zu einem Standortvorteil werden, statt ein Risiko für Entwickler und Kapitalzuflüsse zu bleiben. Unterstützend zielt der CLARITY Act im Marktstruktur-Paket in dieselbe Richtung: mehr Rechtssicherheit für Protokollbauer, ohne ihnen automatisch Broker- oder Money-Transmitter-Pflichten aufzuerlegen.

„Transaktionen, die über ein Smart-Contract-Protokoll laufen, sind nicht das regulatorische Äquivalent zum Handel an einer Börse oder einem ATS und sollten auch nicht so behandelt werden.“ – Solana Policy Institute an die SEC

🇩🇪 Der Blick auf den DACH-Raum

Für Anleger in Deutschland, Österreich und der Schweiz ist die DeFi Regulierung USA ein wichtiger Indikator dafür, wie risikobehaftet Engagements in US-basierte Protokolle und Token-Ökosysteme eingeschätzt werden müssen. Während in der EU MiCA schrittweise Klarheit für zentralisierte Player schafft, bleibt die Behandlung reiner Protokoll-Entwickler oft grau – umso relevanter ist, ob Washington DeFi-Builder explizit aus der Intermediär-Schiene herausnimmt.

Wer im DACH-Raum über Neobroker, Krypto-ETPs oder Direktzugang in US-nahe DeFi-Ökosysteme investiert, sollte die weitere DeFi Regulierung USA eng verfolgen, da sie mittelbar Token-Listungen, Liquidität, Renditequellen und das Risiko regulatorischer Eingriffe beeinflussen kann.

Ausblick: Was jetzt wichtig wird

In den kommenden 90 Tagen dürfte entscheidend sein, ob die SEC auf den Vorstoß des Solana Policy Institute reagiert und Guidance zur Abgrenzung von nicht‑verwahrender Software veröffentlicht. Parallel sollten Anleger beobachten, ob der Blockchain Regulatory Certainty Act sowie der CLARITY Act im Kongress Fortschritte machen und damit die DeFi Regulierung USA zugunsten von Entwicklern und Kapitalmarktteilnehmern konkretisieren.

Für Investoren ist damit klar: Jede Verschiebung in der DeFi Regulierung USA kann sich schnell in Bewertungsabschlägen oder Neubewertungen von DeFi-Tokens, Solana-Ökosystemprojekten und US-zentrierten Rendite-Strategien niederschlagen – wer hier früh liest, agiert nicht als Letzter.

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Key Takeaways

  • Das Solana Policy Institute drängt auf eine DeFi Regulierung USA, die nicht‑verwahrende Protokolle klar von zentralisierten Börsen trennt.
  • Fälle wie Tornado Cash und neue Gesetzesinitiativen im US-Senat zeigen, dass der regulatorische Rahmen für Entwickler neu verhandelt wird.
  • Für den DACH-Raum ist die DeFi Regulierung USA ein wichtiger Signalgeber für Risiko, Kapitalzuflüsse und die Attraktivität US-naher DeFi-Ökosysteme.
  • Anleger sollten in den nächsten 90 Tagen insbesondere SEC-Guidance und den Fortschritt von Blockchain Regulatory Certainty Act und CLARITY Act im Auge behalten.

Sebastian Knell

Sebastian Knell – DeFi-Kolumnist - Sebastian analysiert dezentrale Finanzsysteme (DeFi) und erklärt, wie Blockchain-basierte Finanzlösungen funktionieren. Er hat Erfahrung im Bankwesen und Fintech und schreibt über Kreditprotokolle, automatisierte Handelsstrategien und smarte Verträge. Seine Artikel bieten klare Erklärungen für Anleger und Entwickler, die DeFi besser verstehen wollen.

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