Valour erhält FCA-Freigabe für BTC- und ETH-Staking-ETPs in UK
Der Begriff Bitcoin ETF bekommt neuen Schub: Valour, eine Tochter von DeFi Technologies, erhält FCA-Zulassung für Bitcoin- und Ether-ETPs mit Staking für britische Retail-Investoren – ein möglicher Blaupause-Effekt für Europa.
Kurz erklärt
- Was: FCA genehmigt Bitcoin- und Ether-ETPs mit Staking für den Handel an der London Stock Exchange.
- Wer: Valour, UK-Tochter von DeFi Technologies, adressiert jetzt auch Retail-Anleger statt nur Profis.
- Datenpunkt: Allein im Dezember verzeichnete die London Stock Exchange rund 280 Millionen US-Dollar Handelsvolumen in Krypto-ETPs.
Was ist passiert?
Die FCA hat die Produkte „1Valour Bitcoin Physical Staking“ und „1Valour Ethereum Physical Staking“ für den Handel an der London Stock Exchange zugelassen und öffnet damit faktisch einen weiteren regulatorischen Kanal in Richtung Bitcoin ETF Logik für Retail-Anleger. Zuvor waren Valour-Produkte in London nur professionellen Investoren vorbehalten, während in Brasilien bereits ein Solana-ETP und in UK ein professioneller Bitcoin-Staking-ETP liefen.
Die London Stock Exchange meldete im Dezember rund 280 Millionen US-Dollar Handelsvolumen in Krypto-ETPs, was den wachsenden Appetit auf regulierte Krypto-Exposures im Bitcoin ETF Umfeld unterstreicht. Parallel dazu kam es laut CoinShares allerdings zu Krypto-ETP-Abflüssen in Höhe von über 1,7 Milliarden US-Dollar in nur einer Woche, was zeigt, wie taktisch diese Vehikel aktuell genutzt werden.
Regulierte Vehikel wie ein Bitcoin ETF oder vergleichbare ETP-Strukturen werden zunehmend zum zentralen Spielfeld, auf dem sich kurzfristige Makro-Stimmung und langfristige Krypto-Adoption treffen.
Warum das wichtig ist
„Der UK-Markt ist einer der wichtigsten Finanzplätze der Welt, und diese Zulassungen erweitern unsere Fähigkeit, UK-Retail-Investoren mit transparenten, börsengelisteten Produkten zu bedienen“, so DeFi-Technologies-CEO Johan Wattenström.
Mit der Aufhebung des FCA-Verbots für Krypto-ETPs für Retail-Investoren und der Zulassung der Valour-Produkte etabliert sich London klar als europäischer Hub für regulierte Krypto-Produkte nach Bitcoin ETF Logik. Für Emittenten wie Bitwise, Grayscale, Fidelity oder BlackRock entsteht damit zusätzlicher Wettbewerbsdruck, weitere regulierte Angebote im ETP- und Bitcoin ETF Segment auch in anderen Jurisdiktionen nachzuschieben.
Dass mehr als 50 Emittenten bereits über 2.300 ETPs an der London Stock Exchange listen, signalisiert institutionelle Infrastrukturreife, auf die Bitcoin ETF Strukturen direkt aufsetzen können. Gleichzeitig machen die massiven ETP-Abflüsse von 1,7 Milliarden US-Dollar deutlich, dass Makrofaktoren wie Zinsfantasie und „Debasement-Trade“-Narrative die Kurzfrist-Dynamik von Bitcoin ETF und Krypto-ETPs entscheidend prägen.
🇩🇪 Der Blick auf den DACH-Raum
Für Anleger in Deutschland, Österreich und der Schweiz ist die FCA-Zulassung ein klares Signal, dass regulierte Krypto-Exposures nach Bitcoin ETF Vorbild in Europa weiter normalisiert werden. In Kombination mit MiCA und bestehenden Krypto-ETPs an Börsen wie Xetra steigt der Druck auf lokale Emittenten und Broker, vergleichbare, klar regulierte Produkte mit Staking-Komponente anzubieten.
DACH-Investoren sollten genau beobachten, wie deutsche und schweizerische Börsen auf den britischen Vorstoß reagieren und ob lokale Produkte das Bitcoin ETF Narrativ – physisch hinterlegt, transparent, reguliert – konsequent abbilden. Für steuerlich bewusste Anleger wird zudem entscheidend, wie sich nationale Behörden künftig zur Behandlung von Staking-Erträgen innerhalb solcher Vehikel positionieren.
Ausblick: Was jetzt wichtig wird
In den nächsten 90 Tagen dürfte der Fokus darauf liegen, ob weitere Emittenten in UK Bitcoin- und Ether-Produkte mit ähnlicher Struktur nachschieben und wie sich das Handelsvolumen im Umfeld dieser faktischen Bitcoin ETF Alternativen entwickelt. Parallel lohnt der Blick auf mögliche Ankündigungen aus der EU und der Schweiz, ob dort Regulatoren und Börsen vergleichbare Türen für Retail-Investoren öffnen.
Für Retail-Anleger ist entscheidend, ob sich die starken ETP-Abflüsse von zuletzt 1,7 Milliarden US-Dollar stabilisieren und in neue Zuflüsse drehen – das wäre ein wichtiges Sentiment-Signal für Bitcoin ETF und Krypto-ETPs insgesamt. Wer den Markt taktisch handelt, sollte daher die Kombination aus Zinsfantasie, Regulierungs-News und Volumen-Entwicklung an Handelsplätzen wie der London Stock Exchange eng monitoren.
Key Takeaways
- Die FCA-Zulassung der Valour-Produkte stärkt London als europäischen Hub für regulierte Krypto-Exposures nach Bitcoin ETF Logik.
- Rund 280 Millionen US-Dollar Dezember-Volumen in Krypto-ETPs an der LSE zeigen wachsende Nachfrage nach regulierten Vehikeln – trotz kurzfristiger Abflüsse von 1,7 Milliarden US-Dollar.
- Für den DACH-Raum erhöht sich der Druck auf Börsen und Emittenten, eigene, klar regulierte Alternativen zu einem Bitcoin ETF mit möglicher Staking-Komponente zu etablieren.
- Anleger sollten in den kommenden 90 Tagen besonders auf weitere Produktzulassungen, Volumen-Trends und die Reaktion der EU- und Schweizer Regulatoren achten.


