Banken reduzieren Krypto-Engagement: Neue Daten zeigen abnehmendes Risiko
"Warum Banken den direkten Zugang zu Kryptowährungen meiden und auf regulierte ETPs setzen: Ein Blick auf die sich verändernde Landschaft der digitalen Vermögenswerte."

Rückgang der Spot-Kryptowährungsbestände bei Banken: Eine Trendwende für die Finanzwelt
Mit einem Gesamtwert von 341,5 Milliarden Euro befinden sich zahlreiche Kryptowährungsvermögen in der Verwahrung von Banken weltweit. Diese Zahl stammt aus einer Datenerhebung des Basel Committee on Banking Supervision (BCBS) und verdeutlicht einen signifikanten Wandel im Umgang mit digitalen Vermögenswerten.
Wichtige Erkenntnisse aus der BCBS-Erhebung
Die BCBS, die sich mit der Stabilität des Bankensystems beschäftigt, erfasste im Juni 2024 freiwillige und vertrauliche Angaben von insgesamt 176 Banken, darunter 115 international tätige. Diese Umfrage ergab, dass nur 29 Banken zur beeindruckenden Gesamtsumme von 341,5 Milliarden Euro beitrugen. Ein besorgniserregender Trend ist der Rückgang der direkten Bestände an Spot-Kryptowährungen: Diese machen mittlerweile weniger als 3% der Gesamtbestände aus, ein Rückgang von 44% im Vergleich zu den Jahren zuvor.
Vorläufige Ergebnisse und Reaktionen der Banken
Aktuelle Daten zeigen, dass die Banken nahezu keine Spot-Kryptowährungen mehr halten; ihr Anteil liegt bei lediglich 2,46%. Der Großteil, etwa 92,5%, besteht nun aus regulierten Produkten wie börsengehandelten Fonds (ETPs), die den Preisen von Kryptowährungen folgen, anstatt direkt in die digitalen Assets zu investieren.
Ein Blick auf die globale Finanzlandschaft
Die Aufmerksamkeit der globalen Aufsichtsbehörden auf die Verflechtung des Finanzsektors mit Kryptowährungen wurde insbesondere nach dem Zusammenbruch von Banken wie der Signature Bank und der Silicon Valley Bank im Jahr 2023 verstärkt. Diese Entwicklungen haben die Bedenken hinsichtlich der Stabilität und des Risikomanagements in der Bankenlandschaft angeheizt. Es ist bemerkenswert, dass die BCBS bereits im Dezember 2022 empfohlen hatte, dass die Exposition der Banken gegenüber Spot-Kryptowährungen 2% nicht überschreiten sollte.
Die Zukunft der Krypto-Investitionen
Die Entscheidung der Banken, ihre Exposition gegenüber Spot-Kryptowährungen drastisch zu verringern und stattdessen auf ETPs zu setzen, könnte eine entscheidende Wendung für die Zukunft der Krypto-Investitionen darstellen. Es bleibt abzuwarten, wie sich diese Strategie auf die Stabilität der Banken und die allgemeine Entwicklung des Kryptowährungsmarktes auswirken wird.
Fazit
Der Rückgang der Bestände an Spot-Kryptowährungen unterstreicht nicht nur die sich verändernde Perspektive der Banken auf digitale Vermögenswerte, sondern reflektiert auch die wachsenden regulatorischen Herausforderungen im Finanzsektor. Die sich abzeichnenden Trends könnten eine neue Ära für den Umgang mit Kryptowährungen in der Bankwirtschaft einleiten, die eine stärkere Fokussierung auf Sicherheit und Regulierung mit sich bringt.
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