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Brücke zwischen Krypto-Industrie und Banken: Treffen am 2. Februar

"Ein Wettlauf gegen die Zeit: Können Krypto-Firmen und Banken in der CLARITY Act-Debatte einen Kompromiss finden?"

Ein bevorstehendes Treffen, das am 2. Februar stattfinden wird, hat die Krypto-Industrie und den Bankensektor in den Mittelpunkt der öffentlichen Aufmerksamkeit gerückt. Das White House hat die Initiative ergriffen, um die festgefahrenen Verhandlungen über den CLARITY Act, ein zentraler Gesetzesentwurf zur Regulierung digitaler Vermögenswerte, wieder ins Rollen zu bringen.

Bedeutung des CLARITY Act

Der „Digital Asset Market Clarity Act of 2025“ strebt an, eine klare regulatorische Struktur für digitale Vermögenswerte in den USA zu schaffen. Dies ist ein entscheidender Schritt, um die Regulierung durch klare gesetzliche Standards zu ersetzen und die Kompetenzen zwischen der Commodity Futures Trading Commission (CFTC) und der Securities and Exchange Commission (SEC) zu klären. Im House wurde der Entwurf bereits mit 294 zu 134 Stimmen angenommen, was auf überparteiliche Unterstützung hindeutet.

Entwicklung der Situation

Die Spannungen zwischen den verschiedenen Akteuren sind jedoch offensichtlich. Der CEO von Coinbase, Brian Armstrong, zog am 14. Januar seine Unterstützung für den Gesetzentwurf zurück, was zu einem Aufschub der Abstimmung im Senate Banking Committee führte. Armstrong äußerte klar, dass ein schlechtes Gesetz gefährlicher sei als gar keines. Dieser Rückzug hat das Klima zwischen Coinbase und dem White House stark belastet, da der CLARITY Act die Unterstützung des Präsidenten genießt.

Herausforderungen für die Krypto-Industrie

Ein zentraler Streitpunkt im Verhandlungsprozess ist die Diskussion über Stablecoins. Die Frage, ob Stablecoin-Emittenten Zinsen auf inaktive Guthaben zahlen dürfen, könnte schwerwiegende Auswirkungen auf Geschäftsmodelle von Unternehmen wie Coinbase haben. Im Jahr 2025 schätzte S&P Global die Einnahmen von USDC auf 1,4 Milliarden USD, was eine deutliche Steigerung darstellt.

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Die sich entgegenstellenden Banken, darunter die American Bankers Association, warnen vor einem Verlust der Bankeinlagen in Höhe von 6,6 Billionen USD, falls verzinste Stablecoins erlaubt werden. Die Banken argumentieren, dass dies deren traditionelles Geschäftsmodell gefährde.

Prognosen zur Verabschiedung des Gesetzes

Die Erfolgsaussichten für die Verabschiedung des CLARITY Act scheinen zu schwinden. Die Wettquoten auf Polymarket sind von 80 auf 50 Prozent gefallen. Ron Hammond, ein Experte für politische Fragen, schätzt die Wahrscheinlichkeit sogar auf 40 Prozent. Diese Entwicklungen werfen Fragen auf, ob eine Einigung zwischen den Interessengruppen vor den Midterm-Wahlen im November 2026 erzielt werden kann.

Ein Blick in die Zukunft

Das kommende Treffen zwischen Krypto-Vertretern, darunter Coinbase und die Blockchain Association, sowie Vertretern des Bankensektors soll möglicherweise eine Lösung herbeiführen. Das White House sieht sich der Herausforderung, die unterschiedlichen Positionen zu vereinen und einen Konsens zu finden, der sowohl für die Krypto-Industrie als auch für Banken akzeptabel ist.

Die Kosten und Gewinne, die auf dem Spiel stehen — insbesondere für Unternehmen wie Coinbase mit Milliardenumsätzen aus USDC — unterstreichen die Bedeutung dieser Verhandlungen. Ob das White House eine Brücke zwischen den beiden Welten schlagen kann, wird sich in den kommenden Wochen zeigen.

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