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Die Europäische Kommission wird im Juni einen Regulierungsrahmen für den digitalen Euro vorstellen

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat kürzlich bekannt gegeben, dass die Europäische Kommission im Juni einen Gesetzesvorschlag für den digitalen Euro vorlegen wird. Dieser soll die offizielle digitale Zentralbankwährung (CBDC) für die 27 Länder der Europäischen Union werden. Wie Fabio Panetta, Mitglied des Exekutivkomitees der EZB, in einem Interview erklärte, sei man bereits in enger Zusammenarbeit mit der Europäischen Kommission dabei, einen Regulierungsrahmen für den digitalen Euro zu schaffen, der das Design, die Verbreitung und die Auswirkungen auf den Finanzsektor umfassen soll.

Wenn alles reibungslos verläuft und sowohl der EZB-Rat als auch die Gesetzgeber des Europäischen Parlaments dem Vorschlag zustimmen, könnte der digitale Euro in etwa drei bis vier Jahren eingeführt werden. Eine CBDC-Testphase könnte laut Panetta zwei bis drei Jahre dauern. Der EZB-Rat wird im Oktober eine Antwort auf den Gesetzesvorschlag geben und entscheiden, ob eine Vorbereitungsphase zur Entwicklung und Erprobung des digitalen Euro eingeleitet wird.

Während des Interviews wurden Panetta auch Fragen zu den Vorteilen und potenziellen Risiken der Verwendung des digitalen Euro gestellt. Der EZB-Vertreter betonte die Notwendigkeit, den Bürgern ein risikofreies digitales Zahlungsmittel zur Verfügung zu stellen, das im gesamten Euroraum frei genutzt werden kann. Panetta wies darauf hin, dass der Kartenzahlungsmarkt derzeit von außereuropäischen Unternehmen dominiert werde, wobei er sich insbesondere auf Visa und Mastercard bezog. Eine solche Situation sei in den Vereinigten Staaten undenkbar, denn Unternehmen könnten personenbezogene Daten von Nutzern verkaufen. Es sei daher wichtig, dass Zentralbankgeld im Kern des Finanzsystems bleibe und der digitale Euro das Kartenzahlungssystem ergänze.

Panetta betonte auch, wie wichtig es sei, dass die EZB keinen Zugriff auf personenbezogene Daten haben werde. Finanzintermediäre werden den Vertrieb des digitalen Euro abwickeln und es müsse ein Gleichgewicht zwischen der Gewährleistung der Vertraulichkeit und der Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung gefunden werden. Die Verantwortung, dieses Gleichgewicht zu finden, liege beim Gesetzgeber.

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CBDCs sind auf dem Vormarsch, da Länder auf der ganzen Welt das Potenzial digitaler Währungen erkunden, die von Zentralbanken ausgegeben und reguliert werden. Länder wie die Bahamas und Nigeria haben ihre digitalen Währungen bereits eingeführt, während sich China und Japan in einem fortgeschrittenen Pilotstadium befinden.

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